Medienmitteilung

29. Juni 2017

Frauendachverbände für die Rentenreform

Weil Vorteile für Frauen überwiegen: SKF, EFS, alliance F und SBLF sagen Ja zur Rentenreform

Am 24. September 2017 stimmt das Schweizer Volk über die Rentenreform ab. Die Reform ist dringend nötig und bringt für Frauen Vorteile mit sich, auch wenn dafür Kompromisse nötig waren. Die grössten Schweizer Frauendachorganisationen – alliance F, der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband, der Schweizerische Katholische Frauenbund und die Evangelischen Frauen Schweiz – haben heute in Bern ihre Argumente für ein JA zur Rentenreform präsentiert.

Mit der Rentenreform kommt ein ausgewogenes Paket zur Abstimmung, welches das Ziel erreicht, die Finanzierung der Renten zu sichern und gleichzeitig das Rentenniveau zu halten. Die Vorlage ist ein Kompromiss, zu dem die Frauen einen grossen Beitrag leisten. Sie sorgen mit der Erhöhung des Referenzalters auf 65 Jahre für eine finanzielle Entlastung der ersten Säule. Obwohl diese Anpassung nicht im Sinne der Frauendachverbände ist, bringt dieses Reformpaket unter dem Strich für die Frauen aber dringend nötige Verbesserungen.

Verbesserungen für Teilzeitarbeitende

Der Koordinationsabzug bestimmt, welcher Teil des Bruttolohnes in der obligatorischen beruflichen Vorsorge versichert wird. Neu werden Deckungslücken für teilzeitarbeitende Frauen und Männer geschlossen, indem der Koordinationsabzug gesenkt und flexibilisiert wird. Davon profitieren ganz besonders jene 58 Prozent der erwerbstätigen Frauen, die in Teilzeit arbeiten.

Stärkung der ersten Säule

Von den Massnahmen in der ersten Säule zum Ausgleich des erhöhten Rentenalters und der Senkung des Umwandlungssatzes profitieren vor allem ebenfalls die Frauen mit tiefen Einkommen. Für sie wird bei der AHV das heute viel zu tiefe Renteneinkommen steigen. Das ist besonders für die rund 500‘000 erwerbstätigen Frauen wichtig, die keine Pensionskasse haben.

Flexibilisierung des Rentenalters

Mit der Rentenreform wird das Rentenalter von 62 bis 70 Jahre flexibilisiert. Dies ist für Frauen, die infolge Betreuungsaufgaben die Erwerbstätigkeit stark eingeschränkt oder gar unterbrochen haben, eine Gelegenheit, fehlende Beitragsjahre auszugleichen und so ihre Rente zu verbessern. Zudem können sie Teilrenten beziehen und gleichzeitig weiter rentenwirksam Beiträge einbezahlen.

Die Reform ist dringend

Es gibt genug Gründe, um den 20-jährigen Reformstau bei der Altersvorsorge endlich zu stoppen. Aus den gescheiterten Reformen haben wir die Lehren gezogen: Nur eine Gesamtlösung kann die Blockade beenden. Bei einem Scheitern der Vorlage wird es für alle Beteiligten – insbesondere für Frauen – viel teurer werden, weil der AHV-Fonds schnell defizitär würde und später ein Milliardenloch bei der AHV gestopft werden müsste. Dies muss verhindert werden. Deshalb ist ein klares JA am 24. September auch, und besonders aus Frauensicht wichtig.

 

Kontakte

  • Maya Graf
    Co-Präsidentin alliance F und Nationalrätin Grüne (BL), 079 778 85 71
  • Barbara Schmid-Federer
    Mitglied Vorstand alliance F und Nationalrätin CVP (ZH), 079 629 54 49
  • Christine Bühler
    Präsidentin Schweizerischer Bäuerinnen- und Landfrauenverband, 078 818 36 11
  • Simone Curau-Aepli
    Präsidentin Schweizerischer Katholischer Frauenbund, 076 430 37 69
  • Dorothea Forster
    Präsidentin Evangelische Frauen Schweiz, 079 657 31 39

 

In Qu(elle) 2 2017: Die Altersvorsorge 2020 kurz und bündig erklärt:


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