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Frauensynode: Viertes Care-Frühstück «Wirtschaft ist Care... und Geld?»

«Je mehr deine Arbeit anderen nützt, desto schlechter wirst du dafür bezahlt.»

Samstag, 16. November 2019, 09.30 - 13.00 Uhr

Bildungszentrum 21
Missionsstrasse 21
4055 Basel

Auf diese Kurzform bringt der Anthropologe David Graeber das seltsame Verhältnis von Care und Geld. Der Satz ist schlicht, und er wirft viele Fragen auf: Warum ist Geld überhaupt so wichtig? Wie ist es dazu gekommen, dass die Existenz der meisten Menschen heute vom Geld abhängt? Warum hat man uns daran gewöhnt, Geldbewegungen, zum Beispiel Börsenschwankungen, wie Naturereignisse wahrzunehmen? Was ist überhaupt Geld? Woher kommt es, wer macht es, wer kontrolliert es? Warum lassen wir zu, dass es nicht nur über den Wert unserer Arbeit, sondern oft sogar über den Wert von Menschen entscheidet? Welcher Begriff von Produktivität steht dahinter? Brauchen wir einen neuen, einen Care-zentrierten Begriff von Produktivität? Wie müssten nationale und globale Geldsysteme beschaffen sein, damit sie dem guten Leben aller im verletzlichen Lebensraum Welt dienen?

Das vierte Care-Frühstück der Schweizer Frauen*synode öffnet die grosse Kiste «Care und Geld». Nicht alle Fragen werden sich an einem Vormittag beantworten lassen. Aber alle Fragen sollen im Raum stehen dürfen. Denn es geht uns um den Paradigmenwechsel: Wirtschaft ist Care.

Zwei Referate führen in das Thema ein:
Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe, ehemalige Professorin für Wirtschaftslehre des privaten Haushalts und Familienforschung an der Universität Giessen/D, spricht zum Thema «Take Care! – Warum die Neubewertung von Sorgearbeit überfällig ist und ihren Preis hat».
Prof. Dr. Mathias Binswanger, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Nordwestschweiz, spricht zum Thema «Geld – Arbeit – Glück: Welche Zusammenhänge gibt es?»

Anschliessende Diskussion.

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