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Frauen*KirchenStreik Juni 2019

Ich lasse mir die Hoffnung nicht nehmen

Ich habe nie für das Frauenpriestertum gekämpft. Das aktuelle Priesterbild war für mich nie ein erstrebenswertes. Aber ohne Priesterweihe gibt es für uns Frauen keine wirkliche Gleichberechtigung: Auch wenn in «meinem» Bistum Basel Frauen zum Beispiel interessante Tätigkeiten im bischöflichen Ordinariat erhalten, bleiben sie als Nicht-Geweihte letztlich aussen vor. Zum Beispiel im Domkapitel, jenem Gremium, das unter anderem für die Bischofswahl zuständig ist.

Ich will aber trotzdem Gleichberechtigung. Das mag jetzt paradox tönen: Ich will keine Priesterweihe für mich und auch nicht unbedingt für die Frauen grundsätzlich, aber wirkliche Gleichberechtigung ist vom Kirchenrecht her erst möglich, wenn wir in den Klerikerstand kommen. Ja, das ist paradox. Aber ehrlich, ich habe als katholische Theologin gelernt, mit Paradoxien zu leben – eine Überlebensstrategie mangels Gleichberechtigung. Meistens blende ich sie aus, weil ich nicht immer in Widersprüchen denken und fühlen kann.

Ich träume aber von einer Kirche, in der wir Frauen nicht immer in Paradoxien leben müssen. Mein Traum von einer Kirche, in der jede und jeder gleichgestellt und gleichberechtigt ist, dieser Traum lässt mich dranbleiben. Warum sollte eine Institution wie die Kirche, die sich in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder gewandelt hat, diese Veränderung nicht auch schaffen? Ich erwarte von unserer Kirche, dass sie alles daransetzt, den theologischen Grundsatz des «allgemeinen Priestertums» umzusetzen, bis hinein in die hierarchischen Strukturen und in das Kirchenrecht.

Ich bin nicht blauäugig, aber ich lasse mir die Hoffnung nicht nehmen: Es gibt sie, die Geistkraft, die Ruah, die Sophia, die frischen Wind bringen kann. Gleichberechtigung ohne Priesterweihe müsste doch möglich sein können.

Deshalb engagiere ich mich für den Frauen*KirchenStreik, denn ich will wie die Witwe vor dem Richter (Lukas 18, 1-8) lautstark meine Rechte einfordern. Meine Rechte als Frau in der Kirche. Unser Recht auf Gleichberechtigung. Punkt. Amen.

Silvia Huber, SKF-Beauftrage für Theologie

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Kommentare

27.05.2019 | Joanne

Hallo
Frauen im Streik für die Gleichberechtigung in der Kirche.

Wenn ein Bischof Frauen zu Priesterinnen weiht, bleibt diese Weihe unwirksam, da es göttlicher Wille war und ist, dass Jesus nur Männer, also die 12 Apostel, beim letzten Abendmahl zum Priestertum erwählte. Diese göttliche Ordnung kann der SKF, die Medien und alle Kleriker, die eine offene befreiende Kirche haben wollen, weder ,weiterentwickeln, noch ,anpassen, noch ,erneuern,. Wenn die Kirche nicht das tut, was Gott der Herr vorgegeben hat, ist es einfach nur Menschenwerk und der Interpretationen preisgegeben. Diese Kirche will ich nicht.

Unser Vorbild ist die seligste Jungfrau und Mutter Maria. Durch Maria zu Jesus. So steht es auch in Lourdes an der Kuppeldecke der Rosenkranzkirche geschrieben. Sie ist unsere Mutter, unsere Fürsprecherin und Gnadenvermittlerin. Jesus gab sie uns zur Mutter und nicht zur Priesterin. Die evangelischen Gemeinschaften haben die heilige himmlische Mutter und Himmelskönigin Maria, zusammen mit den heiligen Männern und Frauen an den Rand der Belanglosigkeit geschoben haben, haben aber Pastorinnen und Bischöfinnen.

Was haben all die Neuerungen und Aufbrüche und Experimente in der Kirche gebracht? Leere Bänke und leere Priesterseminare! Dafür haben wir jetzt einen übergrossen Kirchenlaienapparat und ein KatholischAbstauber, wie der SKF es ist, wird hofiert.

Frauenpriestertum - nein danke!
Pinke Altartücher - es ist zum Fremdschämen. Das Altartuch ist Sinnbild für die Grabtücher, in die Jesus nach seinem Kreuzestod gewickelt wurde, daher sollte die drei Tücher aus reinem weissen Leinen bestehen.

Pinke Mitras.
Die symbolische Bedeutung der Mitra ist die eines Wehrhelms, mit dem der Bischof die Feinde der Wahrheit erschrecken soll. Die beiden Hörner der bischöflichen Mitra bezeichnen das Alte und das Neue Testament. Die hinten herabhängenden Bänder den buchstäblichen und geistigen Sinn der Heiligen Schrift.

Eure feministische Theologie interessiert mich nicht.

Zum Thema Frauenpriestertum ist nichts mehr zu sagen, denn der Hl. Papst Johannes Paul II. und auch em. Papst Benedikt XVI. haben bereits alles gesagt. Ich halte mich an diesen Entscheid, der zur göttlichen Verfassung der Kirche gehört und an Jesus Christus.

Jeder Priester ist verantwortlich für das Heil und die Rettung der unsterblichen Seele und wird vor Gott Rechenschaft dafür ablegen müssen. Es gibt die Kirche und die Priester allein dafür - zur Rettung der Seelen. Die Armen, Schwachen, Ausgestossenen und Kranken bedürfen der Liebe und des Trostes Gottes und der menschlichen helfenden Nächstenliebe. Beten wir für alle Glieder des mystischen Leibes Christi ohne Unterlass. Denn es will Abend werden.










23.05.2019 | Harald Büring

Sehr geehrte Frau Huber, ich wünsche Ihnen viel Erfolg!