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SKF sagt Ja zur Ehe für alle

Am 26. September wird die Schweiz Geschichte schreiben, denn wir stimmen über die Ehe für alle ab. Der Verbandsvorstand des Schweizerischen Katholischen Frauenbunds spricht sich seit 2001 öffentlich für eine Öffnung der zivilen und kirchlichen Ehe für gleichgeschlechtliche Paare aus. Gleichgeschlechtliche Paare sollen die Möglichkeit haben, ihrer Beziehung einen gesetzlichen Rahmen zu geben. Ein Ja zur Ehe für alle entspricht unserem Leitbild: Wir machen die Welt schöner, gerechter und lebenswerter.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Verbandsvorstand des SKF sagt Ja zur Ehe für alle.
  • Wir sprechen uns dafür aus, dass Kindsbeziehungen rechtlich abgesichert sind.
  • Gleichgeschlechtliche Paare sollen Zugang zum Stiefkind- sowie zum Volladoptionsverfahren erhalten.
  • Als Interessenvertretung von Frauen befürworten wir die Samenzellspende für lesbische Paare.
  • Wir teilen die christliche Sicht auf die Ehe aus Ausdruck einer verantwortungsvollen Liebe zweier Erwachsener.
  • Die wichtigsten Argumente
  • Die wichtigsten Fragen & Antworten

Für eine glaubwürdige Kirche

Wir setzen uns mit «Gleichberechtigung.Punkt.Amen» für eine lebendige, glaubwürdige katholische Kirche ein. Wir sind gegen eine Auslegung der Bibel, die darauf hinausläuft, Menschen zu benachteiligen oder auszugrenzen. Wir verstehen unseren katholischen Glauben als einen Glauben der Gerechtigkeit. Vor Gott und dem Evangelium sind alle Menschen gleich. Homosexualität ist Teil der göttlichen Schöpfung. Das Grundgebot der jüdisch-christlichen Kultur ist es, Sorge füreinander zu tragen. Mit einem Ja zur Ehe für alle schaffen einen gesetzlichen Rahmen für sich liebende Menschen, die genau das wollen: füreinander sorgen.

Liebe stärken, Familien schützen

Wir teilen die christliche Sicht auf die zivile und kirchliche Ehe als Ausdruck einer verantwortungsvollen Liebe zweier Erwachsener, unabhängig ihrer Geschlechter. Mit dieser Haltung setzt sich der Frauenbund für die Liebe und gegen die Ausgrenzung und Ungleichbehandlung von Menschen ein. Aus diesem Grund befürwortet der Verbandsvorstand des SKF eine Änderung des Zivilgesetzbuches, die gleichgeschlechtlichen Paaren die Eheschliessung und lesbischen Paaren den Zugang zur Samenspende möglich machen soll. Hier geht's zur Stellungnahme

Gleichheit aller Menschen

Das Ziel der Ehe für alle ist es, die Ungleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen Paaren aufzuheben. Die Ungleichbehandlung ist nicht sachlich begründbar und daher aufgrund des Gebots der Gleichbehandlung und des Verbots der Diskriminierung nicht zulässig.

Das Kindswohl im Zentrum

Das Kindswohl steht für uns im Zentrum und ist dann in Gefahr, wenn Kindsbeziehungen zu ihren tatsächlichen, primären Bezugspersonen nicht rechtlich abgesichert sind. Gleichgeschlechtliche Paare sollen deshalb Zugang zum Stiefkind- sowie zum Volladoptionsverfahren erhalten.

Ausgezeichnetes Diskussionspapier

2004 wurde der SKF von der LGBTQIA-Community am Christopher Street Day in Zürich mit dem Stonewall-Award für sein progressives Diskussionpapier ausgezeichnet. Das SKF-Papier «Lesben, Schwule und Bisexuelle in Kirche und Gesellschaft» wirkte damals wie ein Befreiungsschlag, war die Stellungnahme für die Gleichstellung queerer Menschen bis dahin die einzige und damit wich­tigs­te seitens einer kirchen­na­hen Or­ga­ni­sa­ti­on.

Frauenbund kritisiert Segnungsverbot des Vatikans

Mit dem Entscheid, homosexuellen Paaren den Segen zu verweigern, hat sich die katholische Kirche gegen Liebe und für Ausgrenzung entschieden. Sie transportiert die Botschaft, Homosexuelle hätten keinen Schutz verdient und seien der Barmherzigkeit Gottes unwürdig. Diese Haltung stellt eine verpasste Chance dar, der Kirche ein glaubwürdiges Antlitz zu verleihen und der Lebenswirklichkeit ihrer Gläubigen gerecht zu werden. Zur Medienmitteilung.

«Wir brauchen einen neuen Fruchtbarkeitsbegriff»

«Es ist absurd zu glauben, dass queere Menschen keine Familien gründen. Queere Familien existieren und wir schützen das Kindswohl nicht, indem wir diese Tatsache ignorieren. Wir schützen Kinder, indem wir diesem Umstand Rechnung tragen und Gesetze erschaffen, die die Beziehung von Kindern und ihren tatsächlichen Bezugspersonen anerkennen», so der katholische Seelsorger Meinrad Furrer im SKF-Blog.