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Gleichstellung und Gender

Die Gleichstellung der Geschlechter ist ein zentrales Thema für den SKF. Wir bringen unser Gewicht als grosse Frauenorganisation in die politische Diskussion ein. Als Vernehmlassungspartner des Bundes äussern wir unseren Standpunkt zu neuen Gesetzesvorlagen.

Dieses Engagement bekräftigen wir in unserem Leitbild. Der Auftrag dafür kommt direkt aus unseren Statuten. Sie fordern, dass wir die Gleichstellung von Frau und Mann fördern und die Interessen von Frauen in Gesellschaft, Staat und Kirche vertreten. Wir sind beauftragt, Stellungnahmen zu aktuellen Fragen zu schreiben, zu informieren und die Öffentlichkeit sowie unsere Mitglieder zu sensibilisieren.

Geschlechtergerechtigkeit in der katholischen Kirche

Wir setzen uns für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in der römisch-katholischen Kirche ein. Gemeinsam mit und für unsere Mitglieder stehen für eine lebendige, glaubwürdige katholische Kirche ein. National und international vernetzt fordern wir die Erneuerung der katholischen Kirche, damit sie eine neue Glaubwürdigkeit erlangt.

Im Juni 2019 streikten Kirchenfrauen in der ganzen Schweiz. Der SKF Schweizerischer Katholischer Frauenbund fordert mit «Gleichberechtigung.Punkt.Amen.» die Gleichstellung von Frauen und Männern in der katholischen Kirche.

Geschlechterstereotype überwinden

Gender, das soziale Geschlecht, prägt alle Bereiche unseres Alltags und hat Auswirkungen auf jeden Menschen. Kommt ein Kind zur Welt, wird es umgehend einem Geschlecht zugeteilt. Gender-Stereotype haben unweigerlich einen Einfluss auf jeden Einzelnen. Wir können aber probieren, sie zu erkennen, hinterfragen und wo sinnvoll verändern.

Gender ist für viele ein Reizwort. Eine sachliche Auseinandersetzung ist deshalb gefragt. Das leistet die Comic-Broschüre «Let's talk about Gender!».

Die Bildgeschichten, ein Glossar und ein Argumentarium zeigen, weshalb es wichtig ist, Gender zu thematisieren. Die Broschüre Let's talk about Gender geht auf Gender-Stereotype und die Vielfalt des Menschen ein. Genderwissen und Genderbewusstsein tragen dazu bei, die eigene Geschlechterprägung zu reflektieren und stereotype Denk- und Handlungsweisen zu vermeiden.

Ehe für alle

Wir teilen die christliche Sicht auf die zivile und kirchliche Ehe, welche in ihr den Ausdruck einer verantwortungsvollen Liebe zweier Erwachsener, unabhängig ihres Geschlechts, ihrer Geschlechtsidentität oder sexueller Orientierung versteht – und das bereits seit 2001. Wir setzen uns öffentlich für eine Öffnung der zivilen und kirchlichen Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ein und stellen die Verbindlichkeit einer Beziehung ins Zentrum.

Vereinbarkeit von Sorge- und Erwerbsarbeit

Die Sorge für betreuungs- und pflegebedürftige Personen obliegt der gesamten Gesellschaft und ist nicht ausschliesslich als Privatsache der betroffenen Angehörigen zu betrachten. Entschädigungen für Betreuungsarbeit von Angehörigen und weiteren Gruppen sollten ins Auge gefasst werden. Da der grössere Teil der familiären Betreuungs-und Pflegeaufgaben heute von Frauen erbracht wird, leistet eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Angehörigenbetreuung nicht nur einen Beitrag zum Erhalt der Erwerbsbeteiligung von Fachkräften, sondern auch zur Gleichstellung der Geschlechter.

Steuergerechtigkeit für Familien

Das heutige Steuerrecht benachteiligt doppelverdienende Ehepaare noch immer durch die gemeinsame Besteuerung und die dadurch verstärkt einsetzende Steuerprogression. Kurzfristig betrachtet lohnt sich die Erwerbsarbeit deshalb für die oft tiefer entlohnten Mütter weniger. Hinzu kommt zusätzlich, dass die Drittbetreuungskosten nur bis zu einem bestimmten Betrag abgezogen werden können. Für mehr Steuergerechtigkeit ist es zu begrüssen, dass die abziehbaren Kinderdrittbetreuungskosten erhöht werden.

Elternzeit statt Vaterschaftsurlaub

Wenn ein Paar zu einem Elternpaar wird, ist dies für beide ein Grund zu grosser Freude und Dankbarkeit. Mit dem 14-wöchigen Mutterschaftsurlaub und dem kurzen, zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub werden überholte Rollenmodelle begünstigt. Eine flexible und längere Elternzeit führt gemäss Studien zu einer gerechteren Aufteilung der unbezahlten. Der SKF fordert ein Modell mit 24 Wochen Elternurlaub. Davon wären acht Wochen für die Väter reserviert, was die Vater-Kind-Beziehung längerfristig stärken würde. Als absolutes Minimum erachten wir die Forderung nach vier Wochen Vaterschaftsurlaub, welche die Initiative «Vaterschaftsurlaub jetzt!» forderte.