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Spiritualität aus dem «Paradiesgarten»

Spiritualität führt uns zu den Fragen nach Sinn und Lebensenergie, zu den nährenden Quellen für unseren Lebensgarten. Der «Paradiesgarten» lädt zum Pflücken spiritueller Anregungen ein und dazu, die eigene Spiritualität zu erkunden. Jeden Monat trägt der «Paradiesgarten» eine neue Frucht. Schon gekostet?

Die Formen gelebter Spiritualität sind vielfältig, auch innerhalb des christlichen Glaubens. Der sonntägliche Gottesdienstbesuch ist nur eine Form unter ganz vielen Möglichkeiten, um mit dem Göttlichen in Verbindung zu sein. Spiritualität ist nichts Abgehobenes und nichts Weltfremdes, sondern eine Lebensenergie, die es immer neu zu pflegen und zu entdecken gilt, die sich im Laufe des Lebens auch verändern und entfalten kann. Die spirituellen Anregungen zeigen diese Vielfalt auf oder geben ganz konkrete Inputs in Form von Bildern, Gedichten, Gebeten und anderen liturgischen Texten. Fünf Frauen tragen mit einem monatlichen Beitrag zum Inhalt des Paradiesgartens bei.

Die spirituellen Anregungen des «Paradiesgartens» im Oktober 2019 wurden gepflanzt von Silvia Huber, Theologiebeauftragte des SKF Schweizerischer Katholischer Frauenbund.

Spiritualität pflegen – von den Früchten des Paradiesgartens kosten

Die Formen gelebter Spiritualität sind vielfältig, auch innerhalb des christlichen Glaubens. Der Besuch eines Gottesdienstes kann genauso «spirituelle Beziehungspflege» sein wie das Pilgern auf dem Jakobsweg oder das Geniessen der ruhigen Minuten der Familienfrau, wenn die Kinder am Morgen das Haus verlassen haben. Oder das Engagement für Geflüchtete genauso wie das bewusste Verzichten auf klimaschädliche Güter. Denn immer geht es aus theologischer Sicht darum, sich mit der Lebensquelle zu verbinden, um der Verheissung des «Lebens in Fülle» näher zu kommen. Nicht nur für sich, sondern für alle Menschen, für die ganze Mitwelt.

Spiritualität pflegen heisst also, sich immer wieder darauf zu besinnen oder sich zu vergegenwärtigen, was im Leben Sinn und Erfüllung schenkt. Um diese Früchte zu pflücken dient es, sich Zeit zu gönnen und der Alltagshektik zu entfliehen. Deshalb sind die «alten» Formen der Frömmigkeit eigentlich ganz dienlich: Im Wochenrhythmus sich für eine Stunde ausklicken und nichts leisten müssen. Oder im Jahresrhythmus an Ostern sich mit Fragen nach Endlichkeit und Hoffnung zu beschäftigen.

In der aufgeklärten Zeit des 21. Jahrhunderts haben wir die Möglichkeit, jene spirituellen Formen zu pflegen, die uns entsprechen. Wir haben viel Freiraum, sind aber auch entsprechend gefordert, den eigenen Weg zu suchen und zu gehen. Manchmal müssen die Paradiesfrüchte gesucht werden, um sie dann geniessen zu können.