Skip to navigation (Press Enter) Skip to main content (Press Enter)

Lebensanfang

Medizinischer Fortschritt konfrontiert uns mit Fragen rund um Schwangerschaft, Fortpflanzungsmedizin, vorgeburtliche Untersuchungen, Verhütung und Schwagerschaftsabbruch. Technisch ist immer mehr möglich, um Föten und Embryonen auf Krankheiten zu untersuchen. Dasselbe gilt auch bei künstlicher Befruchtung im Kontext ungewollter Kinderlosigkeit.

Ethische Entscheidungen

Deshalb ist es wichtig, dass wir uns überlegen, welche Techniken wir als Gesellschaft erlauben wollen und welche nicht. Ethische Überlegungen sind oft anstrengend und unangenehm, da wir uns mit unseren persönlichen Werten auseinandersetzen müssen. Ethik hat nur sehr selten allgemeingültige Lösungen, und doch hilft die Ethik, Entscheidungsprozesse zu strukturieren und Argumente für oder gegen eine Haltung einzunehmen. Der SKF erstellt Diskussionspapiere und Stellungnahmen, die dabei behilflich sein können.

Politik mitgestalten

Der SKF Schweizerischer Katholischer Frauenbund ist ein wichtiger Vernehmlassungspartner des Bundes. Wir beziehen Stellung zu politischen Entscheidungsprozessen und wirken so aktiv am politischen Geschehen der Schweiz mit. Gemäss SKF-Leitbild setzen wir uns für eine gerechtere, schönere und lebenswertere Welt ein und engagieren uns für die Rechte aller Frauen in Gesellschaft, Kirche, Wirtschaft und Politik sowie deren Umsetzung.

pro und contra

Präimplantationsdiagnostik / Pränataldiagnostik

PID, PND, Chromosomen-Screening –  was bedeuten diese Abkürzungen? Besteht die Schutzwürdigkeit des Embryos ab den Moment der Zeugung oder ensteht sie erst im Verlauf seiner Entwicklung? Im Dokument «Hauptargumente für und gegen Präimplantationsdiagnostik» stellt der SKF Begriffsklärungen und Informationen zu diesem wichtigen Kapitel der Fortpflanzungsmedizin zur Verfügung.

Der Verbandsvorstand des SKF begrüsst die Ermöglichung der PID für Menschen mit schweren Erbkrankheiten. Jedoch ist der SKF besorgt über einen möglichen höheren Druck auch auf gesunde Frauen, eine PID durchzuführen. Daher fordert der  SKF konkretere Beratungsauflagen sowie Kontroll-und Evaluationsmöglichkeiten.

Einer Ausweitung der PID im Rahmen der künstlichen Befruchtung (IVF) steht der SKF kritisch gegenüber. Wir vertreten die Haltung, dass die gesellschaftlichen Risiken, die individuellen Belastungen und die wirtschaftlichen Interessen, die hinter einer nahezu unbeschränkten Zulassung der PID stehen, unterschätzt werden. Damit Frauen und Paare auch zukünftig frei von gesellschaftlichem Druck und wirtschaftlichen Interessen ihre Kinder bekommen können, hat der SKF sich 2015 gegen eine Ausweitung der PID ausgesprochen.

gewünscht, geliehen, gekauft, geschenkt

Leihmutterschaft

Das «Diskussionspapier Leihmutterschaft» enthält Informationen zu den verschiedenen Formen der Leihmutterschaft, zum schweizerischen und internationalen Recht, zum transnationalen Kontext der Leihmutterschaft und zu den ethischen Argumenten inklusive dem Aspekt der Ausbeutung. Das Dokument beinhaltet keine Position des SKF zur Leihmutterschaft. Vielmehr werden unterschiedliche Blickwinkel der verschiedenen Personen, welche bei einer Leihmutterschaft involviert sind, sowie Argumente für und gegen die Leihmutterschaft beleuchtet. Das Ziel des SKF ist es, mit diesem Papier Diskussionen zur Leihmutterschaft in der Gesellschaft zu fördern.

mehr erfahren
Unterstützung statt Kriminalisierung

Schwangerschaftsabbruch

Der SKF setzt sich für den Schutz des Lebens ein, verkennt aber nicht die sozialen, rechtlichen oder wirtschaftlichen Aspekte, die zu einem Schwangerschaftsabbruch führen können. Jede Frau, die sich trotz Notlage für die Mutterschaft entscheidet, die ein ungewolltes Kind zur Welt bringt, aber auch jede Frau, die ihr Kind nicht austrägt, braucht die Unterstützung der Gesellschaft. Sie hat Anspruch auf Respekt, Begleitung und Zuwendung. Dies ist eine Grundforderung christlicher Nächstenliebe.

Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch in Erwägung ziehen, sind Leidtragende. Sie befinden sich in einer ausweglosen Lage und brauchen Hilfe. Das kann auch eine Abtreibung sein. Das ist traurig, aber nicht verdammenswert. Der SKF ist gegen die Kriminalisierung von Frauen, die abtreiben.

Mit dem Solidaritätsfonds für Mutter und Kind unterstützt der SKF Mütter in Not. Der Solidaritätsfonds gewährt finanzielle Hilfe an Frauen und Familien, die beispielsweise durch Schwangerschaft, Geburt, Kleinkinderbetreuung, Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Ähnliches in finanzielle Not geraten sind.

Die Initiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» lehnte der SKF 2011 entschieden ab. Die Initiative hatte zum Ziel, Schwangerschaftsabbrüche mit wenigen Ausnahmen aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen zu streichen.