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«Aktion Care-Tage»

Mit der Mitmachkampagne «Aktion Care-Tage» zeigen wir gemeinsam mit den SKF-Ortsvereinen das freiwillige Care-Engagement unseres Frauennetzwerks auf.

Ist euer Ortsverein auch ein Care-Juwel? Dann wählt eine von drei Aktionen für euren Ortsverein aus und seid dabei, wenn wir am 8. und 9. März 2019 unbezahlte Care-Arbeit öffentlich sichtbar machen! Das Datum ist nicht zufällig auf den Internationalen Frauentag gefallen: Es sind noch immer überwiegend Frauen, die unbezahlte Care-Arbeit leisten. Mit einem offenen Brief wenden wir uns an politische, kirchliche und institutionelle AkteurInnen, um für die Bedeutung der Care-Arbeit zu sensibilisieren und unsere freiwillige Care-Arbeit sichtbar zu machen.

Fürsorgearbeit ist kostbar, wie ein Juwel! Ohne diese Fürsorge würde unsere Gesellschaft nicht funktionieren. Jede Minute geleisteter Care-Arbeit zählt und ist wertvoll. Ob Besuchsdienste, Babysitting, Kinderbetreuung, Nachbarschaftshilfe, Jassabende für Seniorinnen und Senioren oder Witfrauenzmorge - die gemeinnützige Fürsorge der SKF-Ortsvereine bereichert das Leben vieler Menschen.

Jede Minute Care-Arbeit trägt zu einer schöneren und solidarischeren Welt bei. Deshalb ist jeder Mensch, der Care-Arbeit leistet ein Care-Juwel. Du auch? Dann melde deinen Frauenverein bis zum 15. Januar 2019 für die «Aktion Care-Tage» an.

Hier anmelden

Du bist kein SKF-Mitglied und findest auch, dass Care-Arbeit mehr Wertschätzung und Sichtbarkeit zuteil werden sollte? Zeige uns, wo du im Alltag Care-Arbeit leistest und poste einen Beitrag auf Facebook, Twitter oder Instagram, der sowohl den Hashtag #CareJuwel als auch #CareArbeit beinhaltet.

Aktion S

Die Aktion S zur «Aktion Care-Tage» bedient sich klassischer Instrumente der Öffentlichkeitsarbeit und sorgt so dafür, dass die Care-Arbeit eures Ortsvereins in eurer Gemeinde die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient. Ihr möchtet mitmachen? So geht's!

  1. Ortsverein für die Teilnahme an der «Aktion Care-Tage» anmelden.
  2. Angeben, wie viel Material (Buttons und Flyer) ihr benötigt. Diese werden euch postalisch zugeschickt.
  3. Offenen Brief, Medienmitteilung und Checkliste Medienarbeit downloaden.
  4. Aktionsteam auf die Beine stellen.
  5. Entscheiden, wer in eurer Gemeinde als Empfänger des offenen Briefes in Frage kommt.
  6. Entscheiden, welche Lokalmedien ihr mit ins Boot holen möchtet.
  7. Das Logo eures Ortsvereins in den offenen Brief einfügen.
  8. Nach Bedarf offenen Brief und Medienmitteilung individualisieren.
  9. Redaktionen der von euch gewählten Lokalmedien kontaktieren und Medienmitteilung versenden.
  10. Offenen Brief drucken, unterschreiben, Flyer beilegen und versenden.
  11. Spass haben :-)

Aktion M

Die Aktion M zur «Aktion Care-Tage» beinhatet ebenfalls den offenen Brief und die Medienmitteilung, ist aber als Standaktion konzipiert. Euer Ortsverein erobert also den öffentlichen Raum und macht mit einem Care-Stand an einem öffentlichen Platz auf sich aufmerksam. Mit einem Quiz als Eisbrecher, professionellem Aktionsmaterial (Buttons, Flyer, Kartonsteller) und einer Selbstsorge-Oase macht ihr eure Care-Arbeit und euren Ortsverein sichtbar.

Ihr möchtet mitmachen? So geht's!

  1. Ortsverein für die Teilnahme an der «Aktion Care-Tage» anmelden.
  2. Angeben wie viel Material (Buttons und Flyer) ihr benötigt. Diese werden euch postalisch zugeschickt.
  3. Angeben, ob ihr einen Care-Juwel-Kartonsteller wünscht.
  4. Ort für öffentlichen Stand aussuchen.
  5. Aktionsteam auf die Beine stellen und Aufgaben verteilen.
  6. Offenen Brief, Medienmitteilung und Checkliste Medienarbeit downloaden.
  7. Entscheiden, wer in eurer Gemeinde als Empfänger des offenen Briefes in Frage kommt.
  8. Entscheiden, welche Lokalmedien ihr mit ins Boot holen möchtet.
  9. Nach Bedarf offenen Brief und Medienmitteilung individualisieren.
  10. Redaktionen der von euch gewählten Lokalmedien kontaktieren und Medienmitteilung versenden.
  11. Offenen Brief unterschreiben, Flyer beilegen und versenden.
  12. Anleitung Quiz und Anleitung Selbstsorge-Oase studieren.
  13. Nötige Dateien ausdrucken.
  14. Spass haben :-)

Aktion L

Die Aktion L zur «Aktion Care-Tage» beinhaltet ebenfalls den offenen Brief und die Medienmitteilung, ist aber als Standaktion konzipiert. Die Aktion ist eine umfangreichere Variante der M-Aktion und beinhaltet zusätzlich noch zwei Spiele, die ihr mit Passantinnen und Passantinen spielen könnt. Euer Ortsverein erobert also den öffentlichen Raum und macht mit einem Care-Stand an einem öffentlichen Platz auf sich aufmerksam. Mit einem Quiz als Eisbrecher, zwei interaktiven Spielen, professionellem Aktionsmaterial (Buttons, Flyer, Kartonsteller) und einer Selbstsorge-Oase macht ihr eure Care-Arbeit und euren Ortsverein sichtbar.

  1. Ortsverein für die Teilnahme an der «Aktion Care-Tage» anmelden.
  2. Angeben wie viel Material (Buttons und Flyer) ihr benötigt. Diese werden euch postalisch zugeschickt.
  3. Angeben, ob ihr einen Care-Juwel-Kartonsteller wünscht.
  4. Ort für öffentlichen Stand aussuchen.
  5. Aktionsteam auf die Beine stellen und Aufgaben verteilen.
  6. Offenen Brief, Medienmitteilung und Checkliste Medienarbeit downloaden.
  7. Entscheiden, wer in eurer Gemeinde als Empfänger des offenen Briefes in Frage kommt.
  8. Entscheiden, welche Lokalmedien ihr mit ins Boot holen möchtet.
  9. Nach Bedarf offenen Brief und Medienmitteilung individualisieren.
  10. Redaktionen der von euch gewählten Lokalmedien kontaktieren und Medienmitteilung versenden.
  11. Offenen Brief unterschreiben, Flyer beilegen und versenden.
  12. Anleitung Quiz und Anleitung Selbstsorge-Oase studieren.
  13. Nötige Dateien ausdrucken.
  14. Spass haben :-)

Fragen?

Sarah Paciarelli
Kommunikation und Bildung SKF
Telefon direkt: 041 226 02 18

Care-Arbeit mit Tradition

Seit jeher gehören karitatives Engagement und Care-Arbeit zum SKF. Die Auswertung einer schriftlichen Befragung der Ortsvereine hat dies deutlich gezeigt und den Facettenreichtum der Angebote deutlich gemacht. Bis heute leisten die freiwillig und ehrenamtlich engagierten Frauen des SKF unbezahlte Care-Arbeit. Von Geburt bis Lebensende. Für ein sorgsames und solidarisches Miteinander. We care.

make up! Care

Der aktuelle Impuls heisst make up! ist von 2017 bis 2021 gültig. Die Impulse sind Themen für den ganzen Verband. Gemeinsam erarbeiten Freiwillige aller Verbandsstufen einen Leitgedanken und thematische Schwerpunkte, die in Form von Kursen, Projekten, Anlässen und Aktionen umgesetzt werden. Mit make up! beziehen wir mutig und engagiert Stellung zu den brisanten gesellschaftlichen Fragen der Zeit. Hinter make up! verbirgt sich Haltung, freiwilliges Engagement mit Begeisterung anzugehen. Wir möchten Gesellschaft aktiv mitgestalten und das Vereinsleben mit spannenden Themen füllen. Eines dieser Themen ist Care.

Mit make up! Care thematisieren wir die Bedeutung der Sorgearbeit. Wir möchten das Volumen und die Bedeutung von Care-Arbeit sichtbar machen. Wir möchten alle Männer und Frauen zu würdigen, die Care-Arbeit erbringen und sensibilisieren für Rahmenbedingungen, die die Vereinbarkeit von Berufstätigkeit und Care-Arbeit stärken und das freiwillige Care-Engagement der SKF-Ortsvereine sichtbar machen.

Was ist Care-Arbeit?

Care meint Betreuungs-, Pflege, Beziehungs- und Hausarbeit. Und doch ist Care-Arbeit ist mehr als bloss Putzen, Waschen, Kochen. Care ist auch Zuhören, füreinander da Sein, einander Gesellschaft leisten und jemandem ein Ohr leihen. Ob Säugling oder SeniorIn: Jeder Mensch ist im Laufe seines Lebens auf die Fürsorge anderer angewiesen.

Care-Arbeit ist die Befriedigung elementarer menschlicher Bedürfnisse. Unbezahlte Care-Arbeit ist das, was sich weitgehend zuhause abspielt und dennoch fundamental wichtig ist für die Welt jenseits der vier Wände. In einer immer älter werdenden Gesellschaft und einer steigenden Erwerbstätigkeit von Frauen wird Care zu einer knappen Ressource.

Viele Frauen arbeiten in Teilzeit, um die Care-Bedürfnisse ihrer Familien befrieidigen zu können. So wirkt sich die Übernahme von Care-Arbeit nachteilig auf Lohn, Altersvorsorge und Karrierechancen aus.

Care ist privat und dennoch politisch, denn ein Grossteil unbezahlter Care-Arbeit wird noch immer von Frauen erbracht.

Care und Wirtschaft

In der Schweiz wurden 2016 rund 9 Milliarden Stunden an unbezahlter Care-Arbeit geleistet, durchschnittlich 61% davon von Frauen. Würde diese unbezahlt geleistete Care-Arbeit entlohnt werden, würde sie 303 Milliarden Schweizer Franken kosten.

Davon könnten sich 837'800 Personen je einen Ferrari leisten, also jede Bewohnerin und jeden Bewohner der Kantone Graubünden, Tessin, Uri, Schwyz, Nidwalden, Obwalden und Zug. Oder aber die gesamte Bevölkerung der Schweiz 45 Jahre lang mit einem Generalabonnement der SBB gratis den öffentlichen Verkehr in der Schweiz nutzen.

2016 wurden in der Schweiz 7,9 Milliarden bezahlte Arbeitsstunden geleistet. In der Schweiz wurde im Jahr 2016 14% mehr Stunden für unbezahlte als für bezahlte Arbeit aufgewendet.

Care und Gender

«Gender» hilft zu erkennen, wie wir bereits Kleinkindern beibringen, sich gemäss ihres biologischen Geschlechts zu verhalten und wie diese Denk- und Verhaltensmuster zu Ungleichheit zwischen den Geschlechtern führen. «Gender» erklärt, wie wir aus unserem biologischen Geschlecht geschlechtsspezifische, soziale Erwartungen ableiten. Auch in Bezug auf Care-Arbeit spielt «Gender» eine Rolle. So wird die Mehrheit der unbezahlten und bezahlten Care-Arbeit von Frauen geleistet.

Ganze 61% der unbezahlten Care-Arbeit leisten Frauen - über alle Altersgruppen und Familienformen hinweg. Um dies leisten zu können, reduzieren viele Frauen ihre Arbeitspensen und arbeiten in Teilzeit, was wiederum zu Einbussen beim Lohn und in der Altersvorsorge führt sowie die Karrierechancen vermindert.

Besonders Tätigkeiten im Bereich der Familien- und Hausarbeit sind  zeitintensiv. Allein Putzen und Aufräumen werden zu 70% von Frauen erledigt. Beim Wäsche Waschen und Bügeln liegt dieser Wert sogar bei 80%. Besonders in Haushalten mit Kindern sind es mehrheitlich Frauen, die die Care-Bedürfnisse ihrer Familie befriedigen.

Care und Ethik

Ethik ist die Frage danach, was richtiges Handeln ist. Bezüglich Care gehören dazu folgende Fragen

  • Ist es richtig, dass Care-Arbeit weniger gut bezahlt wird als andere Arbeit?
  • Was für Folgen hat eine ungleiche Bezahlung von Arbeit für unsere Gesellschaft?
  • Fördert das die für uns als Gesellschaft wichtigen Charaktereigenschaften?
  • Wie wirkt sich die ungleiche Verteilung der unbezahlten Care-Arbeit zwischen Mann und Frau auf unsere Gesellschaft aus?

In der Ethik gibt es verschiedenste Theorien und Perspektiven, die Aufschluss darüber geben, was richtiges Handeln ist. Diese Theorien können dabei helfen, Optionen zu prüfen und eine Entscheidung zu treffen, die dem Anspruch des richtigen Handeln gerecht wird. Je nach Entscheidung werden unterschiedliche Schwerpunkte dessen, was eine richtige Handlung ausmachen könnte, gewählt. Beispielsweise kann man sich für eine bestimmte Handlung entscheiden, weil dadurch die höchste Zahl an Menschen profitiert. Oder aber weil bestimmte Grundgesetzte, wie das Tötungsverbot, eingehalten würden. Möglich wäre auch die Wahl einer Handlung, die bei möglichst vielen Menschen auf Zustimmung trifft.

Eine dieser Theorien nennt sich Care-Ethik und bewertet das richtige Handeln indem die Sorgebedürfnisse und die Sorge um andere in den Mittelpunkt gestellt wird.

Hashtagkampagne #CareJuwel

Bist du ein #CareJuwel?

Wir wollen Care-Arbeit sichtbar machen. Auch im Netz! Bist auch du ein Care-Juwel? Mach publik, wo du im Alltag Care-Arbeit leistest und wie du mit deinem Care-Engagement die Welt ein bisschen schöner machst! Ganz egal, ob du deiner Nachbarin die Einkäufe erledigst, Kinder betreust, gerade den Familienterminkalender organisierst, deiner Partnerin die Bluse bügelst oder ein feines Zmittag für deine Mitbewohner zauberst. Jede Minute Care-Arbeit zählt.

Du willst an der Hashtagkampage teilnehmen? Poste einen Beitrag auf Facebook, Twitter oder Instagram, der sowohl den Hashtag #CareJuwel als auch #CareArbeit beinhaltet und mach deine Care-Arbeit sichtbar.