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Schöpfung und Wandel für Klimagerechtigkeit

Die Schöpfung ist in Gefahr. Jeder Mensch kann einen Beitrag dazu leisten, um sie zu wahren, durch Handeln oder bewusstes Unterlassen. Jeder Beitrag zählt. Jeder Mensch, der im Kleinen, im Lokalen seinen Beitrag leistet, trägt zum Wandel und zur Bewahrung der Schöpfung bei. Wir SKF-Frauen sind Teil dieses Wandels. Wir gestalten die Zukunft unserer Schöpfung und Umwelt aktiv mit. Wir treiben den Wandel an. Als grosses Netzwerk von 130'000 Frauen sind wir imstande etwas zu bewegen.

 

Was bedeutet Schöpfung?

«Schöpfung ist ein religiös geprägtes Wort für die Erde oder das ganze Universum. Das Wort Schöpfung weist darauf hin, dass die Welt eine Geschaffene ist, von einer göttlichen Schöpfungskraft gewordene Welt. Diese Schöpfung ist in sich nicht abgeschlossen, sie geht weiter und wird durch uns Menschen mitgestaltet – wir sind Mit-Schöpfer*innen.»

(Silvia Huber, SKF-Theologiebeauftragte)

17 globale Ziele für die Schöpfung

Die Agenda 2030 identifiziert die wichtigsten globalen Herausforderungen und setzt die Leitlinien und Prioritäten der nachhaltigen Entwicklung. Der Aktionsplan will die extreme Armut und den Hunger beseitigen, den Planeten vor Schädigung schützen, Frieden und Wohlstand fördern, sowie eine globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung verstärken. Das Kernstück der Agenda 2030 sind die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung. Sie sollen bis 2030 global und von allen UNO-Mitgliedstaaten erreicht werden, auch von der Schweiz. 

Aktionskampagne «Kräuter»

Kräuter, deren Duft uns inspiriert, die zur Gesundheit beitragen und die sich in Gerichten als Geschmacksfeuerwerke manifestieren. Kräuter stehen aber auch für Biodiversität, für Regionalität und als Alternative zu umweltunverträglichen Produkten. Mit der Kampagne wollen wir das Bewusstsein zur Wahrung der Schöpfung auf kreative Weise fördern, Diskussionen anregen, Wissen teilen und Handlungsspielräume gestalten. 

Die dynamischen, von uns Menschen ausgelösten Umweltveränderungen sind die grössten Herausforderungen unserer Zeit. Wir alle sind aufgerufen, zum Klimaschutz und zur Sicherung zukunftsfähiger Lebensräume Verantwortung zu übernehmen. Nebst Wirtschaft und Politik, spielt dabei zivilgesellschaftliches Engagement eine grosse Rolle. Wir SKF-Frauen übernehmen von jeher aus Tradition und Überzeugung Verantwortung, stellen Fragen und suchen nach Lösungen. So auch im Umgang mit unserer Schöpfung. 

Der Umgang mit Ressourcen und unser Konsumverhalten bergen ein grosses Potential in sich, um den ökologischen Fussabdruck zu reduzieren. Durch die Art und Weise, wie wir wohnen, Wasser verbrauchen oder unterwegs sind, beeinflussen wir, wie schwer unser Gewicht auf der Erde wiegt. Damit wir zukünftig auf leichteren Sohlen bewegen, gehen wir ökologischerem Verhalten auf die Spur.

Ideen und Inspirationen

Der Impulstag make up! Schöpfung und Wandel findet am 19. Juni 2021, ein Jahr später als geplant statt. Wir widmen uns dennoch bereits im 2020 der Schöpfung. Und zwar in der Auseinandersetzung mit sechs prägnanten Begriffen aus der Klimadebatte. Wir definieren den Begriff Schöpfung und begeben uns auf die Suche nach Wandel. Im Zeitraum von Juli 2020 bis Juni 2021 erhalten SKF-Ortsvereine und SKF-Kantonalverbände verschiedene Inputs rund ums Thema Kräuter. Mit «5 Fragen an...» geben Frauen persönliche Einblicke in ihre Beziehung zur Schöpfung.

Kräuterkarten zur Einstimmung

Acht verschiedene Fragen auf den Karten sind als Einstimmung, zum Beispiel für die erste Sitzung nach den Sommerferien oder als Anregung zum gemeinsamen Diskutieren des Begriffs «Schöpfung» gedacht.

Kräuterkarten im Format A7

Kräuterkarten im Format A6

Kräuterweihe

Die katholische Kirche sieht die Kräuterweihe als Ausdruck für die Achtung vor der Schöpfung. Die Heilkraft der Kräuter steht für die Zuwendung Gottes zum Menschen. Seit dem 7. Jahrhundert feiert die katholische Kirche den 15. August als Maria Himmelfahrt. Mit der Kräuterweihe am 15. August erinnert die katholische Kirche an die Grabesöffnung Marias. Statt des Leichnams fanden die Apostel Rosen und Lilien sowie die Lieblingskräuter der Gottesmutter. Die gesammelten Kräuter werden zu einem Strauss gebunden und mit zur Kirche gebracht, wo sie gesegnet werden. Die Anzahl der Kräuter variiert je nach Region zwischen 7 und 77, darunter sind zumeist Johanniskraut, Kamille, Frauenmantel, Mariendistel, Baldrian und Lavendel, aber auch Dill, Pfefferminze und Salbei. In der Mitte, gleichsam als Zepter, sollte vielerorts eine Königskerze herausragen.

Frauenritual mit Kräutern

5 Fragen an...

Silvia Huber, Theologin

Wo im Alltag erfährst du die Schöpfung?
In der Natur und in den zwischenmenschlichen Beziehungen, denn Beziehungen sind dynamisch und wandelbar, so wie die Schöpfung selbst.

Worin liegt der Ursprung deines Umweltbewusstseins?
Das kann ich klar definieren: In meiner Kindheit! Ich hatte eine Mutter, die ihren Garten auf liebevollste Weise pflegte. In diesem Garten lernte und schätze ich, was wuchs. Es gab Hasen und Katzen und auch die Katzengeburten haben auf mich als Kind einen grossen Eindruck hinterlassen.

Was sind deine persönlichen Herausforderungen im Alltag?
Ich lebe äusserst konsequent grün. Flugreisen beispielsweise haben für mich absolut keine Bedeutung mehr. Ich kann stolz behaupten "Suffizienz erreicht".

Wo kannst du in deinem Umfeld am meisten bewegen?
Früher habe ich mich viel an Diskussionen beteiligt, verbal Überzeugungsarbeit geleistet. Mittlerweile lebe ich den Umgang mit der Schöpfung konsequent. Diese konsequente Umsetzung (und dass es möglich ist!) wird von den Menschen wahrgenommen.

Was ist deine Vision für die Schöpfung?
Dass alle Menschen wieder mehr Liebe für die Schöpfung entwickeln und sich das Staunen über ihre Schönheit bewahren. Ich wünsche mir, dass die Ausbeutung ein Ende nimmt und wir lernen, im Kreislauf der Natur zu wachsen.

Hast du Appetit auf Wandel?

Wer sich bewusst mit saisonalen und regionalen Produkten ernährt und Fleisch sowie Milchprodukte massvoll konsumiert, schont das Klima und die natürlichen Ressourcen enorm. Zudem steigert ein bewusster Konsum die Wertschätzung der Lebensmittel und ist das beste Mittel gegen Food Waste. Hast du dir schon mal Gedanken über deine Essgewohnheiten gemacht? Mit dem Ernährungsquiz kannst du dein Wissen um klimafreundliche Ernährung testen. Der «Ernährungsfächer» stupst dazu an, klimafreundliche Ernährung im Vereinsvorstand zu diskutieren und macht Appetit auf Wandel. 

  1. Datei «Hast du Appetit auf Wandel?» ausdrucken.
  2. Fragen entlang der Linien zu Streifen ausschneiden.
  3. Streifen übereinanderlegen und lochen.
  4. Streifen am gelochten Ende mit Rundkopfklammer fixieren.
  5. Gemeinsam mit Vorstandskolleginnen diskutieren.

Ernährungsfächer zum Ausdrucken

Was ist dein klimafreundlichstes Rezept?

Als Kräutergärten auf Balkon, Küchenzeile oder Fensterbrett bringen Kräuter duftend grüne Frische in unsere Wohnräume. Frische Kräuter geben jeder Speise das gewisse Etwas.

Unsere Auseinandersetzung mit der Herkunft und der Herstellung unserer Lebensmittel hat einen grossen Einfluss auf die Umwelt. Beim täglichen Einkauf haben wir die Chance, uns für frische und qualitativ hochwertige Produkte aus der Region zu entscheiden und so einen wesentlichen Beitrag zur Minimierung der klimabelastenden Flug- und Hochseeschifftransporte leisten.

Kennst du die Co2-Bilanz deiner Ernährung? Mit dem Klimarechner kannst du deine Lebensmittel vergleichen und den ökologischen Fussabdruck deiner Ernährung errechnen! Ziehe deine Zutaten einfach auf den Teller, tausche Zutaten hin und her!

Als SKF-Mitglied engagierst auch du dich für die Bewahrung und der Schutz der Schöpfung. Teile dein klimafreundlichstes Rezept mit der SKF-Frauenbande. Fülle das Formular "Mein klimafreundlichstes Rezept" aus und sende es an sarah.paciarelli@frauenbund.ch. Die eingesendeten Rezepte werden wir demnächst auf der Website teilen.

Wissenswertes rund um Kräuter und klimafreundliche Ernährung

Saisonkalender für heimische Kräuer
Top Ten der Küchenkräuter von Betty Bossi
Kräuterguide der Generation M von Migros
Toolbox Urban Gardening der Stiftung Pusch
Früchte- und Gemüseratgeber des WWF
7 effektive Schritte für klimafreundliche Ernährung
 

5 Fragen an...

Lauren Wildbolz, Vegan-Köchin, Künstlerin und Unternehmerin

Wo im Alltag erfahren Sie die Schöpfung?
Im Miteinander und Dialog, aber auch bei einsamen Spaziergängen am Zürcher Uetliberg.

Was bedeutet vegane Ernährung für Sie?
Eine zukunftsweisende Ernährungsform die uns Menschen helfen wird immer weniger tierische Produkte zu essen.

Worin liegt der Ursprung Ihres Bewusstseins für ethische Kulinarik?
In der Empathie für Lebewesen aller Art.

Verzicht oder Opulenz?
Ich thematisiere in meiner Arbeit als Köchin genau das Thema des Verzichts verbunden mit der Opulenz, indem ich aufzeige, welche Vielfalt aus dem Pflanzenreich möglich zu kochen ist.

Wann spüren Sie, dass Sie einen Unterschied machen, Dinge bewegen?
Ich spüre meinen Einfluss in den Momenten in denen es mir gelingt, Menschen zu inspirieren.

Lauren Wildbolz schwörte mit 14 Jahren dem Fleischkonsum ab. Mit 27 Jahren zerschnitt sie das letzte Band zur tierischen Massenproduktion, indem sie sich für eine vegane Lebensweise entschied. 2010 eröffnete die Food-Waste-Aktivistin das erste vegane Restaurant Zürichs. Beseelt von der Vision, dass die Mitte der Gesellschaft reif ist für eine Ernährung ohne Leiden und einen nachhaltigeren Umgang mit der Natur. Seit 2012 führt sie ein gehobenes Cateringunternehmen. 2015 schloss sie an der Zürcher Hochschule der Künste mit dem Master of Fine Arts ab.

Ernährung und Klimawandel

Kein anderer Konsumbereich in der Schweiz beeinträchtigt die Umwelt so stark wie unsere Ernährung. Würden alle Bewohnerinnen und Bewohner Europas und der USA dreimal wöchentlich klimaschonend essen, hätte dies denselben Effekt, wie wenn 57 Millionen Autos von den Strassen verschwinden würden. Wir Verbraucherinnen und Verbraucher können an vielen Stellen das Klima schützen. Eine davon ist unser tägliches Essen. Denn was wir essen, wie wir Lebensmittel einkaufen, lagern und zubereiten, hat einen bedeutenden Einfluss auf das Klima.

Label, Gütesiegel oder Deklaration?

Mehrere Hundert Labels, Marken und sonstige Zeichen mit Versprechen im Bereich Nachhaltigkeit sind zurzeit auf dem Markt. Ein Label ist ein Hinweis auf bestimmte Eigenschaften oder besondere Qualitäten eines Produktes oder einer Dienstleistung. Weisst du, wofür die einzelnen Labels stehen? Labelinfo.ch ist eine Informationsstelle für Umwelt- und Soziallabels und wird von der Stiftung Pusch seit dem Jahr 2001 betrieben. Der Dienst bietet derzeit Informationen zu 135 Gütesiegeln und 19 Deklarationen in deutscher und französischer Sprache und ist damit in der Schweiz die mit Abstand umfassendste Label-Datenbank. 

Hier geht's zum Durchblick im Label-Dschungel

Ziel 2: Den Hunger beenden

Das Kernstück der Agenda 2030 sind die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung. Sie sollen bis 2030 global und von allen UNO-Mitgliedstaaten erreicht werden, auch von der Schweiz. Ziel 2 umfasst neben der Überwindung des Hungers auch ein Unterziel zur Beendigung aller Formen von Mangelernährung. 

Obwohl sich die Situation in zahlreichen Ländern verbessert hat, hungern weltweit immer noch viele Menschen oder leiden unter Mangelernährung. Unterernährung betrifft fast 800 Millionen Menschen weltweit, wovon die meisten Frauen und Kinder sind. Die Agenda 2030 hat sich zum Ziel gesetzt, in den kommenden 15 Jahren Hunger und alle Formen von Unterernährung auf der Welt zu beenden. Angesichts der weltweit rasch ansteigenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln müsste dazu die weltweite Lebensmittelproduktion Schätzungen zufolge bis 2050 mehr als verdoppelt werden. Jeder Mensch kann durch bewussten Konsum und nachhaltige Ernährung einen Beitrag zur Beendigung des globalen Hungers leisten.

Sustainable Development Goal 2: Zero Hunger

Schöpfung und Wandel

Die Impulse sind Themen für den ganzen Verband. Der Impuls 2017 - 2021 heisst make up! und ruft zu einem sinnstiftenden Umgang mit den Fragen unserer Zeit auf. Hinter make up! verbirgt sich die Haltung, freiwilliges Engagement mit Begeisterung anzugehen. Als grosses Netzwerk von 130'000 Frauen widmen wir uns den brennenden Themen unserer Zeit. Gemäss unserem Leitbild setzen wir uns für Frieden, eine gerechte Welt, eine solidarische Gesellschaft und die Bewahrung der Schöpfung ein. Wir bieten der Umweltzerstörung die Stirn, setzen der Welt die make up!-Krone auf und krempeln die Ärmel hoch!

Impulstag 2021

Den Auftakt von make up! Schöpfung und Wandel feiern wir am Impulstag am 19. Juni 2021 in Luzern. Das Programm ist so vielfältig wie die Schöpfung selbst: Wie beeinflusst mein Konsum das Leben von Menschen in anderen Teilen der Erde? Wie steht es um die Nachhaltigkeit? Welchen Beitrag zu einer klimagerechten Welt kann ich leisten? Was können wir als Verein tun, um die Schöpfung zu bewahren? Am Impulstag 2021 finden wir in zwei verschiedenen Ateliers gemeinsam Wege, um den Wandel anzustossen. Zum Abschluss des Tages nimmt uns Spoken Word Artistin Stefanie Grob auf eine wortgewaltige Reise.