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Ja zum CO₂-Gesetz am 13. Juni

Der SKF ist Mitglied der Klima-Allianz und empfiehlt ein Ja zum revidierten CO₂-Gesetz am 13. Juni © 2020 pixabay CC0 Public Domain

Wir verbrauchen in der Schweiz überproportional viel klimaschädliches CO₂. Heute ist dieser Ausstoss von Treibhausgasen kostenlos, die Allgemeinheit zahlt sämtliche Klimafolgekosten – insbesondere künftige Generationen und Bewohner:innen der ärmsten Länder der Welt. Unser zu grosser ökologischer Fussabdruck hat für den globalen Süden dramatische Folgen.

Kleinste Veränderungen wirken sich tragisch auf die Ernährungs- und Lebensgrundlage der Bevölkerung aus. Gerade in tropischen oder ariden Zonen, die von Natur aus klimatologische Herausforderungen an Länder und Gesellschaft stellen. Eine Verschiebung von Trocken- und Regenzeiten, die Begünstigung von Schädlingsplagen oder unberechenbare Unwetter vernichten immer häufiger ganze Jahresernten und fordern zunehmend Menschenleben. Die Regionen im Globalen Süden sind von der Klimakrise viel stärker betroffen als westliche Länder, obwohl sie für einen Bruchteil der schädlichen Treibhausgase verantwortlich sind. Ist das gerecht? Natürlich nicht!

Die Schweiz hat in der Vergangenheit mehr Emissionen verursacht, als ihr aufgrund einer gleichberechtigten, weltweiten Pro-Kopf-Verteilung zustehen würde. Dafür muss sie Verantwortung übernehmen – national sowie global. Es ist deshalb eine Frage der Gerechtigkeit, dass die reiche Schweiz ihre Treibhausgasemissionen rasch reduziert und für die Folgen der Klimaerhitzung aufkommt. Genau dafür sorgt das CO₂-Gesetz und ist deshalb ein unerlässlicher Meilenstein auf dem Weg zu mehr Klimagerechtigkeit. 

Das neue CO₂-Gesetz sorgt dafür, dass Verursachende für ihre Emissionen bezahlen, es umfasst daher beinahe alle klimarelevanten Sektoren. Das betrifft beispielsweise die Autoverkäufer- und Erdöllobby, die auf klimaschädliches fossiles Wirtschaften setzen und deshalb mit dem Referendum versuchen den Klimaschutz aus Eigeninteresse zu blockieren. 

Als Industrienation hat sich die Schweiz im Pariser Abkommen dazu verpflichtet, bis spätestens 2050 kein CO₂ mehr auszustossen. Mit einem JA zum neuen CO₂-Gesetz wird das Pariser Klimaabkommen endlich in der Schweizer Gesetzgebung verankert. Das ist ein wichtiger Schritt für weitere Massnahmen gegen die gefährliche Klimaerhitzung. Es gibt keinen Plan B – wird das CO₂-Gesetz abgelehnt, wird nicht mehr, sondern weniger Klimaschutz umgesetzt. 

Das CO₂-Gesetz sieht erstmals einen Klimafonds vor, aus dem unter anderem auch internationale Klimaschutz-Aufgaben finanziert werden können. Dies entlastet das ohnehin schon klima-strapazierte Entwicklungsbudget und ermöglicht es der Schweiz, einen ihrer anteilmässigen Verantwortung entsprechenden Beitrag an die internationale Klimafinanzierung zu leisten. Mit dem CO₂-Gesetz beweist die Schweiz diese internationale Verantwortung und setzt mehr Klimaschutz um.

Mit dem neuen CO₂-Gesetz zeigen wir Verantwortung für unser Handeln und Bewahren die Schöpfung – insbesondere für die Ärmsten und die jüngere Generation. 

Auch wenn das CO2-Gesetz nicht ausreicht um unserer vollen Verantwortung nachzukommen, so ist es doch ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Mit diesem Schritt legen wir die Grundlage für weitreichendere Massnahmen in der Zukunft. Deshalb empfiehlt die Klima-Allianz ein klares JA zum CO₂-Gesetz am 13. Juni. 

 

Christian Lüthi, Geschäftsleiter der Klima-Allianz, setzt sich mit über 100 zivilgesellschaftlichen Organisationen dafür ein, dass die Schweiz ihrer globalen Verantwortung für einen konsequenten und gerechten Klimaschutz nachkommt. 

Handlungsaufruf aus christlicher Sicht

Die Schöpfung schützen

Der Schweizerische Katholische Frauenbund ruft seine Mitglieder dazu auf, am 13. Juni mit einem Ja zur Revision des CO2-Gesetzes zu stimmen. Mit einem Ja nehmen wir unsere Verantwortung gegenüber der Schöpfung wahr. Was dem globalen Klima hilft, nützt uns in der Schweiz und den Menschen weltweit und umgekehrt. Es braucht ein Umdenken, das jede Nation in die Verantwortung nimmt und dennoch die Welt als Ganzes betrachtet, denn Klimawandel macht nicht Halt vor Landesgrenzen. Stimmberechtigte Schweizer:innen können am 13. Juni ein Zeichen für eine visionäre, klimafreundliche Schweiz und globale Solidarität setzen. Der Handlungsaufruf aus christlicher Sicht ruft dazu auf, unsere ökologische Verantwortung gegenüber der Schöpfung wahrzunehmen. Der SKF ist Teil nötigen Wandels. Wir gestalten die Zukunft unserer Schöpfung und Umwelt aktiv mit. Wir treiben den Wandel an. Wir stimmen Ja zur Revision des CO2-Gesetzes am 13. Juni. 

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