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Das Leben fragt nicht nach der Konfession

Frauen leben die Ökumene im Alltag schon lange. Darauf weist der Schweizerische Katholische Frauenbund SKF anlässlich des Besuchs von Papst Franzikus beim Ökumenischen Rat der Kirchen hin.

Es ist ein Zeichen, welches der Schweizerische Katholische Frauenbund sehr begrüsst: Der Besuch von Papst Franziskus beim Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) in Genf. Gerade auch, weil die römisch-katholische Kirche nicht Mitglied ist bei diesem weltweit wichtigsten Gremium der Ökumene, schätzen wir die Bedeutung seines Besuches als wichtig ein.

Am Anfang stand das Saffa-Kirchlein

Wenn auch Rom bei der Ökumene immer noch zögert und bremst, sieht es an der Basis anders aus: Gerade die Frauen leben die Ökumene in ihrem Alltag, schon lange! Das von Frauen geschaffene und geführte Saffa-Kirchlein anlässlich der Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit im Jahre 1958 darf als Geburtsort der ökumenischen Bewegung in der Schweiz bezeichnet werden. «Schritte ins Offene», die ökumenische Zeitschrift zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen wurde bereits 1971 von den evangelischen, katholischen und christkatholischen Frauenverbänden gegründet und hat die Ökumene mitgeprägt. Frauen arbeiten schon lange überkonfessionell zusammen, denn das Leben fragt nicht nach der Konfession. Wen interessiert die Konfession, wenn es um die Begleitung betagter Nachbarn, den Mittagstisch für Kinder oder den Tod einer Freundin geht? Aber auch in der Liturgie arbeiten Frauen seit mehr als 100 Jahren interkonfessionell zusammen: Der «Weltgebetstag» ist eine längst anerkannte internationale Institution, in der Frauen in 170 Ländern mitmachen.

 

Die Vordenkerin Marga Bührig

Als erste Schweizerin präsidierte die Theologin Marga Bührig – eine Vordenkerin der Ökumene - 1983 den Ökumenischen Rat der Kirchen und 1990 als Co-Präsidentin die Weltkonferenz zu «Gerechtigkeit, Friede und Bewahrung der Schöpfung» in Seoul. Gerade für diese Anliegen steht auch der Schweizerische Katholische Frauenbund ein und freut sich, dass mit dem Papstbesuch auf kirchlich oberster Ebene zumindest ein freundschaftliches Zeichen zur christlichen Ökumene seitens der römisch-katholischen Kirche gelebt wird. Wir verstehen dies als Bestärkung unserer Arbeit. Unser Engagement als katholischer Frauenverband für ein solidarisches Miteinander in der Gesellschaft kennt letztlich keine konfessionellen und religiösen Grenzen.