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EFS und SKF zum Gleichstellungsgesetz

Die beiden grössten konfessionellen Frauendachverbände fordern in ihren Vernehmlassungsantworten zum Gleichstellungsgesetz GlG griffige Massnahmen, damit Frauen und Männer für gleichwertige Arbeit endlich auch den gleichen Lohn erhalten. Fehlbare Unternehmen sollen bestraft werden.

Heute läuft die Vernehmlassungsfrist zur Revision des Gleichstellungsgesetzes ab. Der Bundesrat schlägt vor, dass Unternehmen ab 50 Mitarbeitenden regelmässig Lohnanalysen durchführen müssen. Die Evangelischen Frauen Schweiz (EFS) und der Schweizerische Katholische Frauenbund (SKF) sind enttäuscht über diesen Vorschlag «Wir fordern, dass in allen Unternehmen Lohnanalysen durchgeführt werden müssen», sagt EFS-Co-Präsidentin Liselotte Fueter. Mit dem Vorschlag des Bundesrats würden nur 2 Prozent der Unternehmen und etwa die Hälfte der Angestellten erfasst.

SKF und EFS fordern zudem, dass Unternehmen bei Lohndiskriminierung mit Sanktionen rechnen müssen. Lohndiskriminierung verstösst gegen Gesetz und Verfassung und muss sanktioniert werden. «Wer Frauen für gleichwertige Arbeit weniger Lohn bezahlt, muss sich dafür verantworten», sagt Simone Curau-Aepli Vorstandsmitglied des SKF.

Die Lohndiskriminierung ist erwiesenermassen ein ernsthaftes Problem. Frauen verlieren deswegen jährlich Milliarden Franken in der Lohntüte und in der beruflichen Vorsorge. SKF und EFS sind erfreut, dass der Bundesrat endlich konkrete Schritte zur Erreichung der Lohngleichheit vorschlägt. Allerdings kann dieses Ziel nur mit griffigen Massnahmen erreicht werden.

Medienauskünfte

Liselotte Fueter, Co-Präsidentin EFS                                 079 302 45 35
Simone Curau-Aepli, Mitglied Verbandsvorstand SKF        076 430 37 69