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FrauenBande: neue Impulse für SKF

«Frauenbande» lautet das neue Motto des SKF. Am 13. und 14. September trafen sich in Olten über 500 Frauen aus der ganzen Deutschschweiz, um Anregungen für ihre Arbeit in den Ortsgruppen mitzunehmen. Gleichzeitig bildet die Tagung den Auftakt für das 100-jährige Jubiläum, das der SKF nächstes Jahr feiert.

«Frauenbande", das Motto für die nächsten vier Jahre, lässt vielfältige Assoziationen zu. Es steckt das Anbandeln, das Anknüpfen und das Verbinden bis hin zum Netzwerk drin. Die Bande kann aber auch eine verschworene, eine freche oder sogar subversive Gruppe sein. 

Anbandeln und Freundschaften knüpfen 

Viele Bedeutungen wurden an den zwei Tagen in Ateliers und im Plenum ausgelotet. Da ging es unter Leitung der Psychoanalytikerin Lisa Schmuckli um die Frage, wie Frauenbande gelingen und wie sie überhaupt erst entstehen: Wie haben wir im Kindergarten oder schon vorher zum ersten Mal mit einem Mädchen angebandelt und weshalb? Die Erinnerung daran hilft uns vielleicht, auch als Erwachsene neue Kontakte zu knüpfen. 

Anknüpfen an die Geschichte des Frauenbunds

 
Die Historikerin Heidi Witzig erteilte eine kurze, aber prägnante Lektion in Sachen Geschichtsdeutung. Spannend ist der Blick zurück in die 30er- und 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts besonders auch vor dem Hintergrund des 100-jährigen Jubiläums, das der Katholische Frauenbund nächstes Jahr feiern wird. Wie viel hat sich verändert seit den Anfängen, als die Frauen in der katholischen Kirche und auch sonst noch nicht mit eigener Stimme sprechen konnten? 

Exzellenz: Spiritualität


Die SP-National- und Europarätin Ruth-Gaby Vermot-Mangold beschrieb, wie politische Netzwerke gebildet und gepflegt werden und wie erfolgreiche Lobby-Arbeit aussieht.

Um eine Arbeit ganz anderer Art geht es bei der Bibelwissenschaftlerin Ursula Rapp. Sie sucht die «Frauenbande" im Alten Testament spürt weibliche Widerständigkeit und Solidarität in der Moses-Geschichte auf. Damit ist sie auch bei dem Thema, das den SKF und seine Ortsvereine und Frauengemeinschaften ausmacht. Die Exzellenz, die herausragende Qualität und damit das, was ihn von andern Frauenvereinen unterscheidet, ist die gemeinsam gelebte Spiritualität. Davon zeugt dann nicht zuletzt auch das SKF-Lied («Mir sind Fraue, und das zellt"), das auf das Jubiläum hin komponiert worden ist.

Für die Besucherinnen war die Tagung wichtig, um sich mit den Vertreterinnen der andern Ortsvereine über Ideen und Probleme auszutauschen. Sie haben reichlich Anregungen für ihre zukünftige Arbeit erhalten. Aber, wie Agnes Rupp, Regionalvertreterin aus Rorschach sagt: «Um das auf unsere Arbeit in den Frauengemeinschaften umzumünzen, braucht es viel Einsatz und Engagement von den Vorstandsfrauen."

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