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Kirchliche Stimmen werden lauter

Kirche für Konzernverantwortungsinitiative - zusammen mit dem SKF finden 40 Organisationen aus dem kirchlichen Umfeld, Theologinnen und Theologen und Kirchgemeinden, dass wir als Kirche nicht schweigen dürfen, wo grundlegende Rechte von Menschen mit Füssen getreten werden.

 
 

Der Verein Kirche-Wirtschaft-Ethik bringt Menschen zu theologischen, wirtschaftlichen und ethischen Themen ins Gespräch und fragt nach politischen Konsequenzen. Nach dem wirksamen Engagement für ein kirchliches Nein zur Unternehmenssteuerreform III, setzen wir uns für die Konzernverantwortungs-initiative ein, die an christliche Grundfesten rührt: Würde, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung. Dazu haben wir die Plattform www.kirchefuerkovi.ch eingerichtet, auf der Einzelne, Pfarreien/Gemeinden und Organisationen ihre Unterstützung bekunden können.

Von Fastenopfer bis zu den Kapuzinerinnen in Stans

Bereits tragen 100 Theologinnen und Theologen, ein Dutzend Kirchgemeinden – darunter die Römisch-katholische Gesamtkirchgemeinde Bern, die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn und 40 Organisationen aus dem kirchlichen Umfeld - die Initiative mit: von Fastenopfer und Brot für alle über den feministisch-christlichen Friedensdienst cfd, die Heilsarmee, die Theologische Bewegung, Stopp Armut und Comundo bis hin zu den Kapuzinerinnen in Stans. Sie alle sind überzeugt: Wir dürfen als Kirche nicht schweigen, wo grundlegende Rechte von Menschen mit Füssen getreten werden! In den kommenden Wochen entscheiden weitere Synoden und Pfarrkapitel über eine Unterstützung.

Schluss mit Kinderarbeit

Die Konzenrverantwortungsinitiative (KOVI) fordert die verbindliche Einhaltung der Menschenrechte und des Schutzes der Umwelt durch Schweizer Konzerne. Eine Sorgfaltsprüfungspflicht sowie im Schadensfall eine Haftungsbestimmung soll für die Auslandstätigkeit der Konzerne mit Sitz in der Schweiz gelten. Dass Absichtserklärungen und Freiwilligkeit nicht ausreichen, hat das Geschäftsgebaren vieler Konzerne, auch aus der Schweiz, auf teils verheerende Weise bewiesen. Die KOVI sagt: Schluss mit ausbeuterischen Arbeitsbedingungen in Kleiderfabriken, mit Kinderarbeit auf Kakaoplantagen, mit krankmachenden Umweltschäden im Bergbau made in Switzerland!
 
Wir engagieren uns als kirchliche Basis und Mitarbeitende für die KOVI, weil sich der Glaube an den Gott Jesu nicht vom Einsatz für Gerechtigkeit trennen lässt. Wir orientieren uns dabei auch an Papst Franziskus oder dem Accra-Bekenntnis der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen, die sagen: Diese Wirtschaft tötet! Und wir orientieren uns an biblischer Tradition, die sich mit dem Unrecht nicht abfindet, sondern Widerstand leistet, wenn sie hört, dass die Wirtschaftskraft globaler Konzerne um ein Vielfaches höher ist als die etlicher Länder, in denen diese ihre Geschäfte betreiben.

Wir glauben: Alles, was lebt, lebt aus dem gleichen Atem und ist miteinander verwoben. Eine Verwobenheit, die multinationale Konzerne für ihr Handeln in Pflicht nimmt und auch uns mitverantwortlich macht für den Traum einer Welt, in der alle zu leben haben. Lassen wir die Opfer von Menschenrechtsverletzungen globaler Konzerne nicht im Stich und die solidarische Stimme der Kirche zugunsten der Konzernverantwortungsinitiative unüberhörbar werden!
 
Katharina Boerlin, Jacqueline Keune, Andreas Nufer, Regula Ott, Res Peter, Jan Tschannen, Stephan Tschirren, Daniel Wiederkehr, Ueli Wildberger
Vorstand Verein Kirche-Wirtschaft-Ethik

 
Medienkontakt 
Jacqueline Keune, keune@bluewin.ch, Telefon 041 210 74 78
Jan Tschannen, tschannen@bfa-ppp.ch, Telefon 079 590 34 30