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Menschenleben zu schützen hat erste Priorität

(fs) Geschafft: Die Volksinitiative "Für den Schutz vor Waffengewalt" wird in Bern eingereicht.

Als Frauenverbände mit insgesamt 240'000 Mitgliedern ist uns die Sicherheit in Familien und anderen Lebensgemeinschaften ein grosses Anliegen. Nicht nur im Extremfall einer Gewalttat, sondern auch bei kleineren Auseinandersetzungen verschärft das Wissen um vorhandene Waffen das Gefühl der Bedrohung.

Die Evangelischen Frauen Schweiz und der Katholische Frauenbund der Schweiz unterstützten die heute eingereichte Volksinitiative "Für den Schutz vor Waffengewalt". Sie verlangt, dass die Militärwaffe aus dem Haushalt verbannt wird, der Waffenbesitz nur gegen einen Bedürfnis- und Fähigkeitsausweis möglich ist und ein zentrales Waffenregister geführt wird, welches die Prävention und die Verfolgung von Verbrechen verbessert. Die Sicherheit - namentlich von uns Frauen - wird so erhöht, das Drohpotenzial gesenkt und Suizide verhindert. Die Initiative bietet damit wirkungsvolle und realistische Massnahmen gegen den Waffenmissbrauch, und bezieht auch die spezielle Situation der Sportschützen mit ein.

Die Schweiz gehört weltweit zu den Ländern mit den liberalsten Waffengesetz-gebungen und hat eine sehr hohe Waffendichte. Eine bessere Kontrolle der im Umlauf befindlichen Waffen ist dringend nötig. Bezüglich verantwortungsvollem Umgang mit Waffen wissen selbst Angehörige von Militär und Schützenvereinen, dass es Gesetzeslücken gibt. Die vorgeschlagene Verfassungsänderung würde diese Lücken schliessen.
Das Zustandekommen der Volksinitiative "Für den Schutz vor Waffengewalt" ist ein wichtiger Schritt auch für uns Frauen. Die Dachverbände der evangelischen und katholischen Frauen der Schweiz freuen sich über diesen Erfolg.