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Prävention von Übergriffen im Umfeld von Freiwilligenarbeit

Der SKF hat mit einer eigens dafür beauftragten Projektgruppe Dokumente erarbeitet, die für das Thema «Grenzverletzung und sexualisierte Gewalt» in der Freiwilligenarbeit sensibilisieren. Dazu gehört auch ein Dokument zum Umgang mit den Leitlinien von Bistümern und Landeskirchen zur Prävention sexueller Übergriffe.

Gewaltprävention in der Freiwilligenarbeit
Der SKF Schweizerischer Katholischer Frauenbund strebt mit seinen Freiwilligen eine gerechte Welt und solidarische Gesellschaft an. Die neuen Dokumente sensibilisieren die 120'000 Mitglieder des grössten konfessionellen Frauennetzwerks. Die Ortsvereine des SKF leisten wichtige Sorgearbeit in den politischen Gemeinden und Pfarreien, dazu gehören Spielgruppen, Kinderhütedienste, Besuchsdienste für ältere Menschen, Mittagstische für Geflüchtete und Angebote für Menschen mit Behinderungen. Bei dieser Arbeit bestehen oft asymmetrische Beziehungen, also Beziehungen mit Abhängigkeiten. Derartige Beziehungen können Grenzverletzungen, Missbrauch und sexualisierte Gewalt begünstigen, da sich Täter:innen durch die Abhängigkeit ein Schweigen erkaufen können. Auch wenn der SKF das Risiko von sexualisierter Gewalt innerhalb seiner Organisation als klein einstuft, setzt er sich trotzdem dafür ein, mögliches Leid zu verhindern.

Grenzverletzungen im kirchlichen Umfeld
In den letzten Jahren setzte sich die Kirche vermehrt mit Themen wie Nähe und Distanz auseinander. Entsprechend erstellten Schweizer Bistümer und die meisten Landeskirchen Leitlinien und Präventionskonzepte. Die Empfehlungen richten sich hauptsächlich an kirchliche Mitarbeiter:innen, Freiwillige hingegen werden nicht oder nur am Rand einbezogen. Einzig das Bistum Basel geht mit seinem Konzept weiter und schliesst darin eigene Empfehlungen in Bezug auf Freiwillige ein. Freiwillige im Bistum Basel, die sich in so genannten sensiblen Bereichen engagieren, sind angehalten, einen Strafregisterauszug abzugeben und eine Selbstverpflichtung zu unterschreiben.

Merkblätter für ein sicheres Umfeld
Als Dachverband unterstützt der SKF seine Kantonalverbände und Ortsvereine darin, ein sicheres Umfeld zu gewährleisten und die hierfür notwendigen Massnahmen zu ergreifen. Zwei Dokumente beleuchten, was für die Prävention sexualisierter Gewalt wichtig ist, was bei Verdacht auf Grenzverletzungen und sexualisierte Gewalt zu tun ist und was es im Umgang mit den unterschiedlichen Leitlinien der Bistümer zu beachten gilt. Zudem gibt es ein Formular, welches Freiwillige im Sinne einer Selbstverpflichtung ausfüllen können.

Die Merkblätter wurden innerhalb vom Verband verschickt und können auch jederzeit auf der SKF-Website zusammen mit weiterführenden Informationen abgerufen werden. 

SKF Schweizerischer Katholischer Frauenbund
Der SKF Schweizerischer Katholischer Frauenbund ist mit 120‘000 Mitgliedern,18 Kantonalverbänden und 600 Ortsvereinen der grösste konfessionelle Frauendachverband der Schweiz. Der SKF engagiert sich für die Rechte aller Frauen in Gesellschaft, Kirche, Wirtschaft und Politik. www.frauenbund.ch

 

Kontaktadressen für Medienanfragen
Andrea Huber, SKF Kommunikation, andrea.huber@frauenbund.ch, 041 226 02 26
Iva Boutellier, SKF Verbandsvorstand, iva.boutellier@frauenbund.ch, 079 276 72 61