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SKF lehnt die Volksinitiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» ab

Schutz von Frauen in Notlage

Der SKF setzt sich klar für den Schutz des Lebens ein. Diese Volksinitiative lehnt der Verbandsvorstand dennoch ab, weil sie einer gefährlichen Entsolidarisierung im Gesundheitswesen Vorschub leisten würde.

Abtreibungen sollen künftig nicht mehr von der obligatorischen Krankenversicherung bezahlt werden, fordert der Initiant und frisch gebackene Schwyzer SVP-Ständerat Peter Föhn. Nachdem seine gleichlautende Motion vom Bundesrat 2009 klar abgelehnt wurde, lancierte er mit einem überparteilichen Komitee eine entsprechende Volksinitiative und konnte die notwendigen Unterschriften im Juli dieses Jahres bei der Bundeskanzlei einreichen. Gefor­dert wird darin, dass Abtreibungen künftig selbst finanziert werden sollen, entweder direkt oder via Zusatzversicherung. Dies sei ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der Gesundheits­kosten und der Krankenkassenprämien und auch ein Beitrag zur Reduktion der Zahl der Schwangerschaftsabbrüche.

Krankheit? 

Die Initianten argumentieren damit, dass Abtreibungen keine Krankheit seien. Das ist so. Auch eine Schwangerschaft ist jedoch keine Krankheit und die damit anfallenden Kosten werden trotzdem von der Krankenkasse beglichen. 

Der Schweizerische Katholische Frauenbund SKF hat in der Geschichte bereits ver­schiedentlich seine Haltung zum Schwangerschaftsabbruch dargelegt. So setzt er sich klar für den Schutz des Lebens ein, verkennt aber nicht die sozialen, rechtlichen oder wirtschaft­lichen Aspekte, die zu einer Abtreibung führen können. Der SKF Verbandsvorstand hat sich deshalb mit der Volksinitiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache» intensiv beschäftigt und lehnt diese aus gesellschaftsethischen Überlegungen dezidiert ab. 

Frauen in Notlage 

Die Kostenübernahme bei Schwangerschaftsabbrüchen wird von den Krankenkassen schon jetzt sehr restriktiv gehandhabt. Ein Zahlungsverbot würde wahrscheinlich zu einer Zunahme der illegalen Abtreibungen führen und leistet zudem einer gefährlichen Entsolidarisierung im Gesundheitswesen Vorschub. Beides trifft jene Frauen am stärksten, die sich wegen der ungeplanten Schwangerschaft ohnehin in einer Notlage befinden. 

Karin Ottiger, Geschäftsführerin SKF, 078 804 17 77 

Ausführliche Stellungnahme des SKF zur Initiative «Abtreibungsfinanzierung ist Privatsache»Â 

SKF - grösster Frauendachverband der Schweiz

Der Schweizerische Katholische Frauenbund SKF ist mit 200‘000 Mitgliedern der grösste konfessionelle Frauen­dachverband der Schweiz. 

Der SKF mischt sich in aktuelle Diskussionen zu wichtigen Themen in Gesellschaft, Kirche und Staat ein.