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Wahlen 2007 - Frauen wählen Frauen

Am 21. Oktober 2007 finden die Gesamterneuerungswahlen des Nationalrates statt. Gleichzeitig werden in den meisten Kantonen die Mitglieder des Ständerates neu gewählt.

Dem SKF ist es seit Jahrzehnten wichtig, Frauen für ein Engagement in der Öffentlichkeit zu ermutigen und ihr politisches Bewusstsein zu stärken. An diese Tradition gilt es auch im Wahljahr 2007 anzuknüpfen. Unsere Präsidentin Verena Bürgi-Burri nimmt Stellung.

Sich schon jetzt Gedanken über die Wahlen vom Herbst Gedanken zu machen. Ist das nicht ein bisschen früh? Reicht es nicht, wenn Frauen am 21. Oktober 2007 gezielt Frauen wählen?

Verena Bürgi-Burri: Nein es ist keineswegs zu früh. Es geht nicht nur darum, dass Frauen Frauen wählen, sondern auch darum, dass überhaupt Frauen für ein Amt kandidieren. Die Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahlen im Herbst werden jetzt angefragt und bestimmt. Frauen müssen deshalb innerhalb der Parteien motiviert, gezielt unterstützt und gefördert werden.  

Noch immer sind im Parlament nicht gleich viele Frauen wie Männer vertreten. Worauf schliessen Sie diese Tatsache?

 Verena Bürgi-Burri: Gerade jüngere Frauen sind oft mit der Betreuung ihrer Familie und Berufstätigkeit voll ausgelastet. Auch fehlt ihnen das Beziehungsnetz, das sich Männer in Beruf und Militär aufgebaut haben. Das heisst aber nicht, dass sie weniger geeignet sind für die Politik. Gerade ihre Vielseitigkeit und die Arbeit in Vereinen prädestinieren Frauen für ein politisches Amt.

Kann nicht auch ein Mann die Anliegen der Frauen engagiert im Parlament vertreten?

Verena Bürgi-Burri: Die Lebensrealitäten und -erfahrungen einer Frau als Hausfrau und Mutter, im Berufsalltag und im ehrenamtlichen Engagement sind andere als die der Männer. Für umfassende Antworten, gerade auch bei sozialen und gesellschaftlichen Fragen, in der Bildungspolitik, im Gesundheitswesen und bei der Erhaltung unserer Umwelt braucht es dringend mehr Frauen, die die Frauenperspektive einbringen. Eine Gesamtsicht in der Politik ist unbedingt nötig, nur so können wir einen modernen und gleichberechtigten Staat leben.

Was können unsere Mitglieder tun, um das SKF-Wahlziel zu erreichen?

Verena Bürgi-Burri: Sie können gezielt Frauen über Parteigrenzen hinweg unterstützen, sie zu Veranstaltungen des Ortsvereins oder des Kantonalverbandes einladen, ihnen dadurch in vernetzten Frauenkreisen eine Plattform bieten. Unsere Mitglieder können Leserinnenbriefe schreiben und im eigenen Umfeld Propaganda machen. Wenn nur 20 bis 30 Prozent mehr für Frauen stimmen, sind die Chancen der Kandidierenden um einiges besser.

Unser Ziel für die Wahlen 2007

  • Mehr Frauen stellen sich zur Verfügung
  • Mehr Frauen gehen wählen
  • Mehr Frauen werden gewählt!