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Zum Tode von Anne Marie Höchli-Zen Ruffinen

Abschied von einer Pionierin

Anne Marie Höchli-Zen Ruffinen war in vielerlei Hinsicht ihrer Zeit voraus. Nun ist die ehemalige SKF-Präsidentin im Alter von 95 Jahren verstorben.

Sie war eine der ersten Frauen im Badener Einwohnerrat und seine erste Präsidentin. Als eine der Mitbegründerinnen des Staatsbürgerlichen Verbands katholischer Schweizerinnen kämpfte sie für das Frauenstimmrecht und die Gleichberechtigung der Frau. Zehn Jahre lang engagierte sich als Präsidentin des Katholischen Frauenbunds Baden und prägte während zwölf Jahren von 1970 - 1982 als Präsidentin des Schweizerischen Katholischen Frauenbunds den Verband massgeblich. Sie war die erste Badener Kirchgemeindepräsidentin und bekam 1985 als erste Frau die Ehrendoktorwürde der theologischen Fakultät der Universität Freiburg verliehen. Viele der heute selbtsverständlichen feministischen Errungenschaften verdanken wir mutigen und engagierten Frauen wie Anne Marie Hochli-Zen Ruffinen. Auch in kirchenpolitischen Fragen setzte sie sich für die Gleichstellung der Frau ein und sprach sich für die Frauenordination in der katholischen Kirche aus.

Über ihren Tod hinaus wirkt Anne Marie Höchli-Zen Ruffinens Wunsch nach Solidarität mit Frauen weiter. Anstelle von Blumenspenden solle dem Solidaritätsfonds für Mutter und Kind gedacht werden.

Wir behalten Anne Marie Höchli-Zen Ruffinen in Erinnerung als liebenswürdige Kollegin, couragierte Präsidentin und visionäre Vorkämpferin und bekunden ihren Hinterbliebenen unser tiefstes Beileid.

Sie ruhe in Frieden.

Trauerrede von Simone Curau-Aepli

Interview mit Anne Marie Höchli zum 100-Jahr-Jubiläum des SKF