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Solidarität und Zivilgesellschaft stärken

Vernehmlassung zur internationalen Zusammenarbeit 2021–2024

Der Verbandsvorstand des Schweizerischen Katholischen Frauenbunds SKF äussert sich zum Bericht über die internationale Zusammenarbeit 2021-2024.

Zurzeit läuft die freiwillige Konsultation zum Bericht über die internationale Zusammenarbeit 2021-2024. Durch das Elisabethenwerk und seine Projekte in Uganda, Bolivien, Indien und Sri Lanka wissen wir, wie wichtig eine starke Entwicklungszusammenarbeit ist, besonders für die Frauen vor Ort.

Daher ist es uns ein grosses Anliegen, dass der Begriff der Solidarität mit Menschen, die von Armut betroffen sind, sowie die Armutsreduktion die zentrale Motivation der internationalen Zusammenarbeit sind. 

Die IZA 2021 bis 2024 sieht vor, dass sich die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit aus Lateinamerika zurückzieht. Der Vorstand des SKF spricht sich klar gegen den vorgesehenen Ausstieg aus der Entwicklungszusammenarbeit mit Ländern Lateinamerikas aus. Er spricht sich klar für mehr Geld für die Entwicklungszusammenarbeit aus, für Solidarität und die Stärkung der Zivilgesellschaft.

Trotz wiederholter Versprechen, die Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit auf die von vielen NGOs geforderten 0.7 % des Bruttonationaleinkommens (BNE) zu erhöhen, beläuft sich der vorgeschlagene Betrag für 2021 bis 2024 auf gerade mal 0.45 %. Darin enthalten sind auch die Betreuungskosten für Asylsuchende in der Schweiz, was in unseren Augen nicht Teil der Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit sein darf.

Wir finden es beschämend und inakzeptabel, dass die Schweiz bei den Mitteln für die Stärkung der Menschenrechte spart. Die Klimaveränderungen verschärfen die Armutssituation in den Ländern des globalen Südens zusätzlich und erschweren eine nachhaltige Entwicklung. Daher braucht es zusätzliche Mittel, die über die bestehenden Mittel für die bewährte Armutsbekämpfung hinausgegen.