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Care-Juwelen in der Coronakrise

SKF-Ortsvereine haben eine Welle der Solidarität ausgelöst. Innerhalb kürzester Zeit haben sie in ihren Gemeinden Initiativen auf die Beine gestellt, um Menschen zu unterstützen, die von der Coronakrise betroffen sind. Unzählige Frauen kümmerten sich um Einkäufe für Risikogruppen, stellten Ostergrüsse in Form von Blumen zu, erledigten Botengänge, spendeten Trost und Heiterkeit.

Telefonieren und ein Zeichen setzen in Cham

Mit der Aktion der Frauengemeinschaft Cham kümmerten sich die Mitglieder um ältere Vereinsmitglieder. Durch das Ressort Besuche ist die Frauengemeinschaft mit älteren Mitgliedern in Kontakt und schafft so Nähe in Zeiten physischer Distanz. Die Vereinsmitglieder, die normalerweise Besuchsdienste leisten, riefen zahlreiche Ü85-Seniorinnen an, welche nicht in einer Institution wohnen. Dabei entstanden wohltuende Gespräche, die oft bis zu einer Stunde dauerten.

Das Coronavirus hat die Zusammenarbeit im Vereinswesen herausgefordert. Im Fall der Frauengemeinschaft Cham bedeutete das sogar, die Lage mit vier neuen Frauen im Vorstand zu meistern – das gelang wunderbar! Das siebenköpfige Vorstandsteam hat sich den neuen Umständen angepasst und nutzte digitale Austauschmöglichkeiten. Mit einem gemeinsamen Cüpli in einer Videokonferenz via Zoom stiess der Vorstand auf gute Zusammenarbeit an.

Weil die Freude besonders in schwierigen Zeiten nicht zu kurz kommen darf, haben die Frauen einander vor ihren virtuellen Sitzungen mit Überraschungen im Briefkasten ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Nun freuen sie sich auf die persönlichen Begegnungen: «Umarmen werden wir uns noch nicht können, aber wir sehen uns in echt und der Blickkontakt wird wärmer sein. Wir freuen uns auf uns», schwärmt Eva-Maria.

Das Frauennetz Neuenkirch springt ein

Die Hilfe für die Menschen in der Gemeinde Neuenkirch stand bereits zwei Tage nachdem die «ausserordentliche Lage» ausgerufen wurde. Ins Leben gerufen wurde sie vom Frauennetz Neuenkirch und der Gemeinde. Die Risikogruppe wird mit Einkaufsdiensten, Botengängen für Medikamente und telefonischer Kontaktpflege unterstützt. Sogar Kinderbetreuung wird angeboten, wenn Eltern durch Schulschliessungen in Schwierigkeiten kommen.

Weil Ostern dieses Jahr für alle aussergewöhnlich war, organisierte das Frauennetz eine Osterüberraschung. Kinder bastelten putzige Papier-Häschen für gut 270 über 70-jährige Seniorinnen und Senioren. Zudem kreierte ein Koch, der seiner normalen Arbeit nicht nachgehen konnte, fast 100 Oster-Cupcakes für die älteren Mitglieder des Frauennetzes. Freiwillige verteilten diesen Ostergruss. Das Echo war gross! Wer bei der Zustellung nicht zu Hause war, schrieb später ein Dankeschön.

Wie sollen Homeschooling und Homeoffice unter einen Hut gebracht werden, wenn der Partner coronabedingt in Bundesbern bleiben muss? Diese Frage stellte sich einer 60 % arbeitenden Mutter. Ihre zwei Kinder im Kindergarten und unteren Primarschulalter werden seit Mitte März an drei Tagen pro Woche zuverlässig betreut.

Nicht unterschätzt werden sollte die psychische Belastung, welche die ausserordentliche Situation gerade für ältere und alleinstehende Menschen bedeutet. Von einem Tag auf den anderen sind liebgewonnene Routinen nicht mehr möglich. Die Jassgruppe fällt weg, der kurze Schwatz beim Einkaufen. Auch hier springt das Frauennnetz in die Lücke und hilft mit regelmässigen Telefongesprächen. So können Isolierte ihre Sorgen aussprechen.