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30. Mai 2022
© Christian Merz

Der rote Teppich der Synodalität

Anlässlich der nationalen synodalen Versammlung am 30. Mai in Einsiedeln hat die Allianz Gleichwürdig Katholisch (AGK) den Freund:innen der Synodalität den roten Teppich ausgerollt. Mit der Aktion will die AGK, zu deren Trägerorganisation der SKF gehört, der Synodalität Schub verleihen.

Die «Synodale Versammlung Schweiz» fand am Montag, den 30. Mai, in der Abtei Einsiedeln (SZ) statt. Die Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) trafen sich dazu mit diözesanen Delegierten, mit Vertreter:innen n der Anliegen von Armen und Randständigen, Migrant:innen, Jugendlichen, Frauen, Ordensgemeinschaften, mit dem Präsidium der Römisch-Katholischen Zentralkonferenz (RKZ) sowie mit Expert:innen aus Pastoral, Kirche und Theologie, wie die SBK in einer Medienmitteilung schreibt.

SKF-Frauen vor und in der Abtei

Unter den Teilnehmer:innen der Synodalen Versammlung befand sich auch SKF-Vorstandsfrau Iva Boutellier. Während diese sich in der Abtei auf die Versammlung vorbereitete, nahm ihre SKF-Vorstandskollegin Katharina Jost Graf an der Aktion der Allianz Gleichwürdig Katholisch vor der Abtei teil.

Mit Synodalität ist ein kirchliches Miteinander auf Augenhöhe gemeint, wo Macht geteilt und Entscheidungen gemeinsam gefällt werden. Synodalität ist ein Lernprozess. Sie hat viele Facetten und es braucht einen Verständigungsprozess darüber, wie Synodalität konkret umgesetzt und gelebt wird. Zu diesem Prozess trägt die Allianz Gleichwürdig Katholisch bei. Rund um das synodale Treffen Ende Mai ermutigte die AGK unterschiedliche Menschen dazu, ihr Verständnis von Synodalität öffentlich kund zu tun. Diese bunte Synodalitäts-Mischung verteilte die AGK dann – gedruckt auf Karten – zusammen mit stärkendem Traubenzucker den Teilnehmer:innen der Versammlung.

Kein gutes Omen

Die Bischöfe trauten sich anscheinend nicht, über den roten Teppich zu gehen und sich Schubkraft für die Synodalität abzuholen. Sie zogen es vor, den Versammlungssaal auf einem anderen Weg zu betreten. Leider nicht gerade ein gutes Omen für die Synodalität, welche vom Wortsinn her «gemeinsamer Weg» bedeutet.

«Wenn ich Bischöfin wäre, ich wäre auf jeden Fall über den roten Teppich für Freund:innen der Synodalität gegangen, um zu zeigen, dass es nur gemeinsam in einem offenen und ehrlichen Dialog zu schaffen ist, die Kirche gleichwürdiger und glaubwürdiger zu machen», bedauert Katharina Jost Graf, SKF-Vizepräsidentin und Mitglied der AGK-Steuergruppe, den Entscheid der Bischöfe.

Anlass zur Hoffnung gibt das Papier, welches als Grundlage zur Versammlung diente und die Ergebnisse des synodalen Prozesses in allen Bistümern aufnimmt. Die grossen Anliegen der AGK sind im Papier enthalten: Das Teilen der Macht, gleiche Würde und daraus folgend gleiche Rechte aller, die Überwindung von Klerikalismus, eine zeitgemässe Sprache und vieles mehr.

Hoffnung auf Erneuerung

Es bleibt die Hoffnung, dass nicht nur der Bericht, der aus der Schweiz nach Rom gesandt wird, die brisanten und drängenden Themen benennt, sondern auch auf nationaler Ebene und in jedem Bistum den klaren Ergebnissen aus dem synodalen Prozess Taten folgen. Die AGK wird genau hinschauen und sich zu Wort melden, wenn die Synodalität auf der Strecke bleibt.

Allianz Gleichwürdig Katholisch

Die Allianz Gleichwürdig Katholisch (AGK) setzt sich für die Überwindung von Klerikalismus und jeglicher Diskriminierung in der katholischen Kirche ein. Sie vereint und verstärkt die Stimmen ihrer Mitglieder, wo es gilt, Stellung zu beziehen und Veränderungen zu bewirken. Der Schweizerische Katholische Frauenbund engagiert sich als eine der Trägerorganisationen und leistet durch zwei Vertreterinnen in der Steuergruppe, Karin Ottiger und Katharina Jost Graf, einen Beitrag zur inhaltlichen Ausrichtung der Reformbewegung, die nun ihre Website www.gleichwuerdig.ch lanciert hat.

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