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Apollonia Mugumbya, Konsulentin des Elisabethenwerks in Uganda bis 2019

Die dienstälteste SKF-Mitarbeiterin geht in Pension

Jahrelang prägte Apollonia Mugumbya die Arbeit des Elisabethenwerks als Konsulentin in Uganda. Wir blicken zurück auf die fruchtbare Zusammenarbeit mit einer grossen Persönlichkeit und sagen «Weebale nyo, nyo (Danke vielmal), Apollonia!».

Alles begann 1997, als Apollonia für die Erzdiözese in Ugandas Hauptstadt Kampala zu arbeiten begann.

Eine Brücke des Vertrauens

Dabei lernte sie Mitarbeiterinnen des Elisabethenwerks kennen. Wochen später erhielt sie einen Brief aus der Schweiz, in welchem sie gebeten wurde, ein Projekt des Elisabethenwerks zu besichtigen und Bericht zu erstatten. Von da an fungierte Apollonia als Bindeglied zwischen Uganda und der Schweiz. Es ist sehr wichtig, die Spenden für das Elisabethenwerk effizient und zielführend einzusetzen. Apollonia besuchte und prüfte jedes Projekt, bevor es der Kommission zur Genehmigung vorgelegt wurde. Hierzu nahm sie oft beschwerliche Wege über staubige Holperstrassen auf sich, die in abgelegene Dörfer Ugandas führten.

Ein Leben im Dienste der Frauen

Die Sozialarbeiterin hat sich ihr Leben lang für benachteiligte Frauen eingesetzt. Programmverantwortliche Elisa Moos beschreibt sie als «willensstark, humorvoll, kritisch – und mit einem grossen Herzen ausgestattet». Seit einem Autounfall 2011 sind Apollonias rechte Hand und ein Bein gelähmt. Sie durchlebte eine Krise, lernte mit der linken Hand zu schreiben. Trotzdem arbeitete sie bis Ende 2019 für das Elisabethenwerk. «Sie tat dies aus Liebe zu den Frauen und aus dem Wissen, dass sie gestärkt werden müssen», so Elisa Moos.

Kompetenz und Herzblut

Apollonia war auch jahrelang als Frauen-Koordinatorin der katholischen Bischofskonferenz in Uganda tätig. Später prägte sie das Land als Ministerin für Gleichstellung und Gemeinschaft im Königreich Buganda*. Wir sind glücklich darüber, dass sie mit ihrem profunden Wissen und Erfahrungsschatz ihre Nachfolgerin, Lydia Nayiga, unterstützt.

 

*Das Königreich Buganda entstammt den vorkolonialen Strukturen und umfasst ein Drittel des heutigen Uganda. Es besitzt keinen offiziellen politischen Status, jedoch einen sehr hohen sozialen und kulturellen Stellenwert in der Gesellschaft.