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Konzernverantwortungsinitiative

«Die Enttäuschung ist gross»

Der SKF setzte sich seit Lancierung der Initiative für die Konzernverantwortungsinitiative ein. Als grosses Netzwerk setzen wir uns für eine solidarische Gesellschaft und die Bewahrung der Schöpfung ein. Wir haben alle Möglichkeiten genutzt, um die Menschen in unserem Umfeld über die Dringlichkeit der Initiative zu informieren und zu mobilisieren.

Die Forderungen der Initiative entsprechen den Werten unseres Verbandes und unserer Vision von einer gerechten Welt für alle Menschen. In einer Welt, in der Konsumentinnen und Konsumenten immer stärker auf Fairness setzen, wird «Swissness» zu einem Gütesiegel. Die Schweiz hat die Möglichkeit vertan, die Marke Schweiz zu stärken und ein weltweites Zeichen mit Signalwirkung zu setzen. Dass Menschen in den Ländern des globalen Südens nun weiterhin Menschenrechtsverletzungen und die Zerstörung der Umwelt durch Schweizer Unternehmen fürchten müssen, ist für uns eine grosse Enttäuschung.

Im Abstimmungskampf kämpften beide Lager mit harten Bandagen. Eine sachliche Auseinandersetzung mit faktenbasierten Argumenten ist der Beweis einer starken und gesunden Demokratie, aber die Konzernlobby hat viele Falschbehauptungen in den öffentlichen Diskurs gestreut und so Ängste vor den Forderungen der Initiative geschürt. Dieses Vorgehen hat uns schockiert. Die Bibel ruft uns dazu auf, die Schöpfung zu bewahren und Nächstenliebe zu leben. Im Anliegen der Konzernverantwortungsinitiative spiegelt sich für uns dieser biblische Aufruf wider. Die Frage danach, wie politisch Kirche sein darf, steht nicht erst seit der Konzerninitiative im Raum. Das kirchliche Engagement für diese Initiative zeugt davon, dass die Kirchen ihre Werte glaubwürdig leben und dass Christinnen und Christen ihre Überzeugungen authentisch als Staatsbürgerinnen und Staatsbürger vertreten.

Die Kampagne hat gezeigt, dass das überparteiliche Engagement für eine gerechte Welt weit über linke Kreise, NGOs und Kirchen hinaus von Bedeutung ist. Die Überzeugungskraft der Initiative zeigte sich in der Vielfalt ihrer Unterstützenden und im Volksmehr. Die Debatten der Monate haben viele Menschen sensibilisiert, zum Nachdenken gebracht und viele neue, wertvolle Verbindungen geschaffen. Der SKF arbeitet vernetzt und ist in zahlreichen Bündnissen und Allianzen aktiv. Wir werden die aus dem Abstimmungskampf gewonnenen Synergien weiterhin für unser künftiges Wirken nutzen.

Wir danken unseren SKF-Freiwilligen und allen Menschen, die sich für die Konzernverantwortungsinitiative stark gemacht haben.

 

Simone Curau-Aepli
Präsidentin SKF Schweizerischer Katholischer Frauenbund

 

Kontaktadressen für Medienanfragen
Simone Curau-Aepli, Präsidentin, simone.curau@frauenbund.ch, 076 430 37 69
Sarah Paciarelli, Kommunikation, sarah.paciarelli@frauenbund.ch, 041 226 02 18