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Jetzt erst recht!

Die Schöpfung braucht Wandel

Nach den Abstimmungsergebnissen vom 13. Juni braucht uns die Schöpfung mehr denn je. Jeder Mensch, der im Kleinen, im Lokalen seinen Beitrag leistet, trägt zum Wandel und zur Bewahrung der Schöpfung bei. Wir SKF-Frauen sind Teil dieses Wandels.

Kein CO2-Gesetz für die Schweiz

Die Schweiz hat sich mit der Unterzeichnung des Paruser Klimaabkommens dazu verpflichtet, Treibhausgasausstoss der Schweiz bis 2030 gegenüber dem Wert von 1990 zu halbieren. Dazu wurde von Bundesrat und Parlament gemeinsam die Totalrevision des CO2-Gesetzes beschlossen und ausgearbeitet. Die Vorlage beruhte auf einer Kombination von finanziellen Anreizen, Investitionen und neuen Technologien. Mit 51.6 Prozent aller Stimmen wurde das revidierte CO2-Gesetz knapp abgelehnt. Dies ist ein grosser Rückschritt für die Klimapolitik. In der Schweiz und weltweilt. Wir danken allen Frauen, die der Ja-Parole des SKF nachgekommen sind und allen, die für die Zukunft des Lebens beteten und beten.

Weltgemeinschaft für ein würdiges Leben

Die Agenda 2030 ist der global geltende Rahmen für die nationalen und internationalen Bemühungen zur gemeinsamen Lösung der grossen Herausforderungen der Welt. Der Aktionsplan der Agenda 2030 will die extreme Armut und den Hunger beseitigen, den Planeten vor Schädigung schützen, Frieden und Wohlstand fördern, sowie eine globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung verstärken. Das Kernstück der Agenda 2030 sind die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung. Sie sollen bis 2030 global und von allen UNO-Mitgliedstaaten erreicht werden, auch von der Schweiz.

«Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.»
(Mahatma Gandhi)

Mit der Ablehnung des CO2-Gesetzes ist die Zielerreichung in der Schweiz in Gefahr. Es braucht griffige politische Massnahmen. Doch auch wir, die Zivilgesellschaft, können einen Beitrag leisten. Die gute Nachricht lautet: Wir gestalten die Zukunft unserer Schöpfung und Umwelt aktiv mit. Wir treiben den Wandel an. Als grosses Netzwerk von 120'000 Frauen ist der SKF imstande etwas zu bewegen. 

Zivilgesellschaft gefragter denn je

Uns alle beschäftigt der Klimawandel. Jede:r kann sich engagieren und zum Klimaschutz beitragen, im Beruf, im Privaten und im Rahmen der Freiwilligenarbeit. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Wandel in unserem Denken und Handel hin zu einer umweltverträglichen Lebensweise zu vollziehen. Wandel geschieht nicht von heute auf morgen. 

«Unser Verhalten ist geprägt von vielfältigen Einflussfaktoren, wie unser Wertesystem, unsere Kultur(en), die intrinsische Motivation sowie persönlichen Glaubenssätzen. Sie manifestieren sich in Verhaltensmustern, welche unbewusst und tief in unserem Hirn eingeprägt sind.» (Stefanie Neuhauser)

Was unser Verhalten steuert, kann neuropsychologisch in fünf Phasen dargestellt werden, wie Stefanie Neuhauser im Beitrag zu «Wandel» zeigt. Wenn wir Klimaschutz im Verein zum Thema machen, können wir das Gefühl der Machtlosigkeit überwinden uns gegenseitig motivieren und darin unterstützen, unseren CO2-Fussabdruck zu reduzieren. SKF-Freiwillige feiern am 19. Juni der Auftakt von make up! Schöpfung und Wandel.

Samstag, 19. Juni via Zoom

Impuls vorm Mittag

Wir laden deshalb alle SKF-Frauen zum «Impuls vorm Mittag» ein. In einem knackigen Vormittagsprogramm widmen wir uns in interaktiven Workshops, prägnanten Themen der Klimadebatte. Stefanie Grob, die schnellste Bernerin der Welt und Spoken-Word-Literatin, nimmt uns mit auf eine wortgewaltige Reise rund um den Globus. Begleitet von Fachpersonen der sanu future leaning ag schauen wir, wie der Klimawandel unsere Region treffen kann. Wir erarbeiten Wege, das Klima zu schützen und verschiedene Klimaschutzansätze motiviert umzusetzen. Die Veranstaltung stärkt uns in unserem Einsatz für die Schöpfung. Die Teilnehmerinnen 

  • kennen die Klima-Grundlagen und wissen, was der Treibhauseffekt ist.
  • lernen die Folgen von CO2-Produktion kennen.
  • setzen sich mit den Auswirkungen des Klimawandels in der Schweiz auseinander.
  • kennen die Möglichkeit, sich im Klimadiskurs zu engagieren.
  • können dieses Wissen in ihrem lokalen Umfeld umsetzen.
  • sind für klimafreundliches Handeln sensibilisiert und motiviert.

5 Fragen an...Heidi Hofmann

«Neu denken, anders handeln.» (Heidi Hoffmann)

Heidi Hofmann ist Umweltwissenschaftlerin mit Fokus Nachhaltige Entwicklung, Suffizienz und Mobilität bei der sanu future leaning ag und eine der Dozent:innen am «Impuls vorm Mittag»

Wo im Alltag erfahren Sie die Schöpfung/Umwelt/Natur?

In meinen Alltag erfahre ich die Natur bei meinen Spaziergängen durch den Wald. Zurzeit geniesse ich den wunderbaren Frühlingswald, die Augen auf das Grün der Bäume und Sträucher, die Ohren offen für die Gesänge der Vögel und die Nase voll von den Düften des nassen Erdbodens. 

Was empfinden Sie beim Gedanken an die Zukunft des Klimas?

Ich empfinde ein Unbehagen. Wir leben über unseren Verhältnissen und wir produzieren zu viele schädliche Emissionen. Durch den Klimawandel stehen wir vor grossen Herausforderungen wie z.B. Dürren, Überschwemmungen, etc. Diese Herausforderungen sind nur schwer zu vereinbaren mit unserem Lebensstil. Nachhaltige Entwicklung ist ein grosses Versprechen und eine grosse Herausforderung. Wenn wir dieses Versprechen ernst nehmen, dann müssen wir nicht nur darüber sprechen, sondern auch dementsprechend handeln.

Worin liegt der Ursprung Ihres Bewusstseins für Umweltschutz?

Geprägt hat mich mein familiäres Umfeld, vorab meine Mutter und mein Grossvater: Bereits in den 60er Jahren führten sie eine Gärtnerei nach biologisch-dynamischem Anbau. 

Wie lautet ihr Lieblingstipp für den Klimaschutz?

Durch meine Tätigkeit in der Mobilitätsforschung habe ich mich auf energieeffiziente Mobilität spezialisiert und daher lautet mein Tipp: 
Nutzen Sie wann immer möglich das Velo oder gehen Sie zu Fuss – gut für die Umwelt und für Ihre Fitness.

Wie wichtig ist Klimabildung?

Klimabildung ist Teil der Antwort, wenn der Klimawandel gestoppt werden soll. Wichtig erscheint mir, dass Klimabildung nicht nur Wissen vermittelt, sondern dass auch mögliche Alternativen für klimaschonendes Verhalten aufgezeigt werden. 

Inspirationen und Gedankenanstösse

Schöpfung, Ernährung, Luft, Konsum, Wasser und Wandel: In der Auseinandersetzung mit diesen sechs prägnanten Begriffen aus der Klimadebatte widmen wir uns der Schöpfung. Ortsvereine und Kantonalverbände des SKF erhalten verschiedene Inputs rund ums Thema Kräuter. Jeder der Inputs dreht sich um einen Begriff und ein bestimmtes Kraut. Mit «5 Fragen an...» geben Expertinnen persönliche Einblicke in ihre Beziehung zur Schöpfung. 

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