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Eliane Fröhli (23), Medizinstudentin

Einzeln, aber nicht allein

Menschen, die sich für eine Einzelmitgliedschaft beim SKF entscheiden, stärken die fortschrittlichen Kräfte in der römisch-katholischen Kirche und unterstützen ein Frauennetzwerk, das sich für die Rechte von Frauen in Gesellschaft, Kirche, Wirtschaft und Politik einsetzt. In unserer neuen Serie «Einzeln, aber nicht allein» stellen sich SKF-Einzelmitglieder vor – und weshalb sie dem SKF beigetreten sind.

Einzelmitglied werden

Es gibt keinen Lebensbereich in der Schweiz, der nicht von Freiwilligen-, Vereins- und Milizarbeit geprägt ist. Der SKF ist ein grosses Freiwilligen-Netzwerk. Unsere 120'000 Mitglieder engagieren sich lokal für Gemeinschaft, Zusammenhalt und Solidarität. Mit einer Einzelmitgliedschaft beim SKF stärkst nicht nur ein Frauennetzwerk, das sich Frauenrechte einsetzt, sondern auch die Freiwilligenlandschaft der Schweiz.

 

Eliane Fröhli (23), Studentin der Humanmedizin an der Universität Bern

Die Thematik der (Un)Gleichberechtigung in der römisch-katholischen Kirche beschäftigt mich als Katholikin und ehemalige Ministrantin schon länger. Nachdem ich zufällig im Radio SRF einen Beitrag über die katholische Theologin Jacqueline Straub, die Priesterin werden will, gehört habe, ist meine Neugierde geweckt worden. Wie steht es eigentlich um die Gleichstellung der Frau in der katholischen Kirche? Bei meiner Recherche stiess ich dann auf den Schweizerischen Katholischen Frauenbund.

Beschreibe dich in einem Satz!

Meine Lieblingsfarbe ist die Farbpalette.

Wie würden dich deine engsten Freund:innen beschreiben?

Alle, die ich fragte, waren der Meinung, dass ich einen sturen Kopf hätte, nur dass sie dafür nettere Worte fanden. Ich glaube, neben meiner Hartnäckigkeit schätzen meine Freund:innen meine herzliche und spontane Art.

Wo und wie bist du mit dem SKF in Kontakt gekommen?

In den Weiten des Internets mittels Recherchen zur Rolle und den Rechten von Frauen in der Kirche. Neben den verschiedenen Aktivitäten rund um «Gleichberechtigung.Punkt.Amen» hat mich vor allem das Projekt «Helvetia predigt!» angesprochen. Ich war sofort Feuer und Flamme, meldete mich beim SKF und fragte, wie ich mich einbringen könnte. Ich möchte dem Projekt zu mehr Sichtbarkeit verhelfen und werde auch mit Pfarreien in Kontakt treten, um sie davon zu überzeugen, am 1. August einer Frau die Predigt zu übergeben.

Welches Bild hast du vom SKF?

Da ich erst seit April 2021 Mitglied bin, freue ich mich darauf, den SKF besser kennenzulernen. Auf der Website www.frauenbund.ch habe ich mich vor dem Beitritt ausgiebig informiert, die Stellungnahmen gelesen und mich damit vertraut gemacht, welche Werte der SKF vertritt. Es begeistert mich, dass sich ein so grosses Frauennetzwerk aus überwiegend älteren, katholischen Frauen, von denen ich immer ein eher konservatives Bild hatte, mit so viel Power und Elan für eine positive, fortschrittliche Veränderung in der Welt stark macht. Mein Fazit: Coole Frauen, die das Wesentliche der christlichen Botschaft verstanden haben!

Wie sieht deine Vision einer gerechten Welt aus?

Ich denke, wir sollten einander wieder mehr zuhören, auch dann, wenn unser Gegenüber eine andere Meinung vertritt. Auch Andersdenkenden muss mit Respekt begegnet werden und wir sollten offen für Diskussionen bleiben, immer das Positive mitnehmen, denn eine gute Diskurskultur ist wichtig für unseren Zusammenhalt. Wichtig finde ich auch, dass alle Kinder Zugang zu Bildung und Hilfe haben, dass Natur, Tier und Mensch nicht mehr ausgebeutet werden und wir für unsere Mitmenschen da sind. Und zum Schluss: dass alle die Möglichkeit haben, ihre Persönlichkeit zu entwickeln, zu wachsen und aufzublühen. Und dass diese Vielfalt gefeiert wird!

Was hat dich ideell dazu bewogen dem SKF beizutreten?

Öfters habe ich mit dem Gedanken gespielt einer Partei beizutreten, um etwas zu verändern, doch für mich existierte keine passende. Auf der SFK-Webseite habe ich dann bemerkt, dass sich der Frauenbund mit vielen Themen beschäftigt, die mir enorm wichtig sind (zum Beispiel LQBTQ-Rechte, die Ehe für alle, gendersensible Sprache, Gleichberechtigung, Klimaschutz, Elternzeit, Sterbehilfe, Schutz für mitarbeitende Familienangehörige in der Landwirtschaft, gegen Waffen etc.) und sich auch politisch dafür einsetzt.

Was erhoffst du dir als Einzelmitglied vom künftigen Wirken des SKF?

Ich bin dankbar für den geleisteten Einsatz und erhoffe mir, dass der SKF noch besser gehört wird. Mir gefällt, dass der SKF sich die Welt weiterhin vorknöpft und aktiv an den Themen dranbleibt, die uns Frauen bewegen. Falls ich mal eine Familie gründen sollte, will ich meiner Tochter nicht erklären müssen, weshalb sie keine Priesterin werden darf – ihr Bruder hingegen schon. Dass der SKF sich für eine Kirche einsetzt, die Männer und Frauen gleichbehandelt, finde ich gut und möchte ich mit meiner Einzelmitgliedschaft unterstützen.