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Stand 26.03.2020

Kurzarbeit für Beschäftigte von Ortsvereinen oder Kantonalverbänden

Für Ortsvereine und Kantonalverbände des SKF, die Frauen im Bereich Kurse oder Kinderbetreuung vorübergehend nicht mehr beschäftigen können, besteht die Möglichkeit Kurzarbeit anzumelden. Hier lest ihr, wie genau vorzugehen ist und welche Formulare nötig sind, um Kurzarbeit anzumelden.

In diesen Zeiten entsteht viel Neues in unserem Verband aber es steht auch Einiges still. Um die Arbeitsstellen der von euch angestellten Frauen zu erhalten und Löhne zu sichern, haben wir für euch die wichtigsten Informationen zur Kurzarbeit zusammengestellt.

Kurzarbeit (KAE) Stand 26.03.2020

Für Mitarbeiterinnen, die in einem angestellten Verhältnis mit dem Ortsverein stehen, (keine Selbständigerwerbende) kann Kurzarbeit angemeldet werden z.B. für Mitarbeiterinnen von Spielgruppen, Sprachlehrerinnen, Ludotheken usw. Für Arbeitnehmerinnen im Stundenlohn gelten die gleichen Anspruchsvoraussetzungen wie für Arbeitnehmerinnen im Monatslohn.

Wichtig zu wissen ist, dass der Anspruch (nach den heute bekannten Regelungen) nicht rückwirkend geltend gemacht werden kann, es gilt nach wie vor eine Voranmeldefrist von drei Tagen. Ihr müsst somit sofort aktiv werden, wenn Ihr einen Anspruch geltend machen wollt. 

Massgebend für den Fristenlauf bei Einreichung ist der Poststempel. Um sicher zu gehen, ist es nicht falsch, die Voranmeldung per Einschreiben zu versenden. Empfehlenswert ist zudem, die Voranmeldung vorab per E-Mail an die zuständige Stelle zu senden und eine Kopie dieser E-Mail bei der Anmeldung per Post beizulegen. In diesem Fall gilt das Datum der E-Mail als Anmeldedatum.

Zweck der Kurzarbeit

  • Jobs erhalten
  • Mitarbeiterinnen erhalten weiterhin Geld
  • Arbeitgebende müssen nicht (volle) Löhne zahlen

Wer ist anspruchsberechtigt?

  • Arbeitnehmerinnen mit anrechenbarem Arbeitsausfall
  • Arbeitsausfall aufgrund behördlicher Massnahmen wegen COVID-19 sind anrechenbar, sofern nicht durch geeignete, wirtschaftlich tragbare Massnahmen verhinderbar, z.B. online-Kurse oder Webinar anstatt Seminar.

Aufgrund Sonderregelung COVID-19 ebenfalls anspruchsberechtigt

  • Arbeitnehmerinnen mit befristetem Arbeitsvertrag inkl. temporär Angestellte
  • Lernende

Wer ist nicht anspruchsberechtigt?

  • Arbeitnehmerinnen in gekündigtem Arbeitsverhältnis
  • Personen, die nicht einverstanden sind
  • Personen, deren Arbeitszeit nicht ausreichend kontrollierbar ist
  • Wenn eine andere Versicherung leistungspflichtig ist
  • Personen, die ihre Arbeitsleistung aus persönlichen Gründen nicht erbringen möchten (z. B. Angst vor Ansteckung)

Entschädigung

  • 80% vom versicherten Lohn, max. CHF 12’350/Mt
  • Karenzzeit aktuell aufgehoben (für 6 Monate)
  • Mitarbeiterinnen tragen die 20% Differenz, Aufzahlung Arbeitgebende auf 100% erlaubt. Es ist auch möglich, einen anteiligen Arbeitsausfall geltend zu machen, wenn noch teilweiser Arbeitseinsatz möglich ist. 
  • Sozialversicherungen müssen auf 100% Lohn abgerechnet werden, unabhängig davon, ob der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin 80% oder 100% auszahlt. Die Sozialversicherungen werden auf dem ungekürzten Lohn abgerechnet, damit es keine Lücken bei den Sozialversicherungen gibt.
  • Neu müssen Arbeitnehmerinnen nicht mehr zuerst ihre Mehrstunden abbauen, bevor sie von Kurzarbeitsentschädigungen profitieren können.

Vorgehen

  • «Voranmeldung zur Kurzarbeit» bei zuständiger kantonaler Amtsstelle (KAST) auszufüllen: Fragen 1-8 beantworten. Die üblichen Fragen 9-12 entfallen. Frage 2: Begründung. Ein genereller Verweis auf das Coronavirus reicht nicht aus, um einen Anspruch auf KAE zu begründen. Vielmehr müsst ihr glaubhaft darlegen, weshalb die zu erwartenden Arbeitsausfälle auf das Coronavirus zurückzuführen sind. Der Arbeitsausfall muss somit in einem direkten Zusammenhang mit dem Auftreten des Virus stehen.
  • Formular «Zustimmung zur Kurzarbeit»; es reicht die Bestätigung des Vorstands, dass alle betroffenen Mitarbeiterinnen einverstanden sind
  • Bescheid KAST abwarten
  • Bei positivem Bescheid jeweils nach Ablauf Abrechnungsperiode (i.d.R. Kalendermonat) innert 3 Monaten bei zuständiger Arbeitslosenkasse einreichen: Antrag, Abrechnung, Rapporte
  • Lohnabrechnungen bei pendenter Abrechnung: Ausfallstunden schätzen, darauf entfallenden Lohn um 20% kürzen, Vermerk auf Lohnabrechnung «Provisorische Abrechnung, wird korrigiert sobald definitive Verfügung über die Kurzarbeitsentschädigung vorliegt»

 

Wichtige Links

Informationen des Seco zur Kurzarbeit

https://www.seco.admin.ch/seco/de/home/Arbeit/neues_coronavirus/kurzarbeit.html

Informationen und Formulare zu Kurzarbeitsentschädigung

https://www.arbeit.swiss/secoalv/de/home/menue/unternehmen/versicherungsleistungen/kurzarbeit.html

Zuständige Kantone / Partner

https://www.arbeit.swiss/secoalv/de/home/menue/institutionen-medien/links.html

 

Aktuell reicht für die Voranmeldung die Bestätigung des Vorstands, dass alle betroffenen Arbeitnehmerinnen mit der Kurzarbeit einverstanden sind. Je nach Kanton können noch weitere Unterlagen oder Angaben erforderlich sein.

Die KAST hat zehn Tage Zeit, das Gesuch zu bewilligen oder abzulehnen oder fehlende Unterlagen für die Beurteilung einzufordern. Es liegt auf der Hand, dass es kaum möglich sein wird, alle Gesuche innert dieser Frist zu behandeln. Die Gesuchsstellerinnen müssen sich wohl auf längere Wartezeiten einstellen.

 

Für Fragen in Zusammenhang mit der Anmeldung von Kurzarbeit melden sich SKF-Mitglieder bitte unter info@frauenbund.ch, um einen Anruf von Mirjam Meyer zu erhalten. Sämtliche Formulare stehen euch auch im Downloadcenter in der Kategorie Vereinswissen zur Verfügung.