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12. Mai 2022

Neue Website für die Allianz

Die Allianz Gleichwürdig Katholisch ist die reformkatholische Bewegung in der Schweiz. Auch der SKF gehört dazu. Über den gemeinsamen Einsatz für eine gleichberechtigte, glaubwürdige und solidarische römisch-katholische Kirche informiert die Organisation seit 9. Mai auf ihrer neuen Website.

Die Allianz Gleichwürdig Katholisch (AGK) setzt sich für die Überwindung von Klerikalismus und jeglicher Diskriminierung in der katholischen Kirche ein. Sie vereint und verstärkt die Stimmen ihrer Mitglieder, wo es gilt, Stellung zu beziehen und Veränderungen zu bewirken. Der Schweizerische Katholische Frauenbund engagiert sich als eine der Trägerorganisationen und leistet durch zwei Vertreterinnen in der Steuergruppe, Karin Ottiger und Katharina Jost Graf, einen Beitrag zur inhaltlichen Ausrichtung der Reformbewegung, die nun ihre Website www.gleichwuerdig.ch lanciert hat.

«In der Steuergruppe leben wir die Gleichwürdigkeit mit einer sehr flachen Hierarchie. Jede:r bringt Fähigkeiten ein. Alle wirken mit – je nach Möglichkeiten mal mehr oder mal weniger. Auch die Pfarrei, in der ich als Seelsorgerin arbeite, ist Teil der Allianz Gleichwürdig Katholisch», so SKF-Vorstandsfrau Katharina, die anhand eines ganz konkreten Beispiels die Vision der Gleichwürdigkeit erklärt:

«Bei der Innenrenovation der Kirche verlangte das Bistum, dass der Stuhl der Person, welche dem Gottesdienst vorsteht, höher sein soll. Das kommt für die Pfarreiverantwortlichen nicht in Frage, weil es eben nicht ‹Hochwürden und Tiefwürden› geben soll. Alle sind gleichwürdig.»

Mentari Baumann zieht eine positive Bilanz nach dem ersten Vereinsjahr. Die erste Mitgliederversammlung sei positiv und familiär gewesen, so die Geschäftsführerin der Allianz Gleichwürdig Katholisch. Zu Beginn haben die Teilnehmer:innen gemeinsam ein Lied gesungen, das auf den Versen der Lyrikerin Hilde Domin (1909 - 2006) basiert.

«Nicht müde werden, sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten»

«Der Text fängt unserer Stimmung gut ein; alle sind motiviert für das zweite Vereinsjahr. Als noch junge Organisation wollen wir in erstes Linie wachsen: Wir wollen unsere Bewegung vergrössern, die Sichtbarkeit unserer Themen verstärken und so unserem Ziel von #GleicheWürdeGleicheRechte immer näher kommen», sagt Mentari Baumann.

Die Idee, eine neue Allianz zu bilden, um die Aktivitäten der katholischen Reformbewegungen zu bündeln und zu verstärken, wurde von vielen Institutionen sehr positiv aufgenommen, so Simone Curau-Aepli. «Es war für den Trägerverein sehr motivierend, dass wir in relativ kurzer Zeit die Zusagen für einen grossen Anteil der notwendigen finanziellen Mittel bis 2025 erhalten haben. Dazu beigetragen haben sicher auch die Verbände, die den Trägerverein bilden, nämlich Jungwacht Blauring Schweiz, die KAB Schweiz, der SKF Schweizerischer Katholischer Frauenbund und die Fachstelle Bildung und Propstei», so die SKF-Präsidentin.

Mit dem Launch der neuen Website wird auch das Fundraising innerhalb der Projektgemeinschaft ausgebaut. Zielgruppen sind Kirchgemeinden, Landeskirchen, Vereine, Klöster und Privatpersonen, sich mit der Vision der Allianz Gleichwürdig Katholisch identifizieren und sie finanziell unterstützen möchten.

«Wir brauchen diese Mitwirkung und die Mittel, um unsere Visionen zu konkretisieren und Kampagnen erfolgreich umzusetzen», bekräftigt Simone Curau-Aepli.

Es ist entscheidend, dass die verschiedenen Initiativen und Projekte innerhalb der katholischen Kirche von der Öffentlichkeit stärker wahrgenommen werden. «Gerade im laufenden synodalen Prozess werden durch die Allianz die reformorientierten Verbände und Initiativen verstärkt. Der SKF hat lange darauf hingearbeitet», freut sich Karin Ottiger, Co-Geschäftsleiterin SKF und Mitglied der Steuergruppe AGK.