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Info-Anlass vom 26. Oktober 2021

Synodaler Prozess im Bistum Basel, Bistum Chur und Bistum St.Gallen

Mit der Weltsynode ruft der Papst die ganze Kirche zur Beteiligung auf, um gemeinsam die Kirche weiterzuentwickeln. Alle sollen gehört werden. Am SKF-Info-Anlass vom 26. Oktober erläuterten Simone Curau-Aepli (Präsidium) und Katharina Jost Graf (Vizepräsidium) den synodalen Prozess und die Möglichkeit, wie sich jede:r einbringen kann. Die Veranstaltung war offen für Mitglieder von Ortsvereinen und Kantonalverbänden, für Einzelmitglieder und generell alle Interessierten.

Verschiedene Rückmeldungen vor der Veranstaltung zeigten, dass es für Interessierte eher schwierig ist, an Informationen und in Gruppierungen für die Umfrage zu kommen. Dabei ist die Zeit knapp. Die Ohren in den drei Bistümern sind auf offiziellem Weg bis am 30. November offen, bis dahin kann die Umfrage beantwortet werden. Die 22 Teilnehmer:innen kamen alle aus Umfeld des SKF, die meisten aus den Bistümern Basel und Chur. Viele von ihnen informierten sich an diesem Abend, um anschliessend mit Gruppen ihres Umfelds die Umfrage zu beantworten.

Die Onlinebefragung bietet allen die Chance, ihre Stimme einzubringen – alle sind gleichwürdig, Antworten zu geben. Stimmen aus den Teilnehmer:innen weisen aber darauf hin, dass damit auch Erwartungen entstehen und eine weitere Enttäuschung, ein weiteres Fortführen des Status Quo, von vielen nicht einfach so hingenommen würde.

Wie ist man ganz Ohr?

Die Fragen, die hinter den zehn Themenblöcken zusammengefasst sind, wurden vom Umfrageinstitut mit Fokusgruppen erarbeitet. Die Sprache darin ist sehr kirchlich und die wirklich heissen Eisen wurden ausgelassen. Für Gruppen, die sich innerhalb der Umfragezeit von wenigen Wochen zuerst finden müssen, ist das zeitliche Limit sehr sportlich. Im Vorfeld empfiehlt sich, sich für ein bis zwei Themenfelder zu entscheiden und weitere zu einem späteren Zeitpunkt zu beantworten. Wichtig ist auch die Kommentarfelder auszufüllen, leider ist die Zeichenzahl ziemlich knapp bemessen. Durch die Beantwortung in Gruppen entstehen spannende Diskussionen. Obwohl dies an diesem Abend länger als Vorgesehen dauerte, blieben die meisten bis zum Schluss dabei. Auch danach verblieben Fragen im Raum: Wie geht es denn weiter und wer wird entscheiden, was aus der Umfrage in Rom eingebracht wird? Werden Frauen in die Bischofssynode 23 einbezogen?

Stimmung zwischen verhaltenem Optimismus und Skepsis

Dass bereits frühere Reformbestrebungen einfach ohne spürbare Veränderung versandet sind, stimmt ernüchternd. Auch Ängste wurden formuliert, zum Beispiel dass wir für Rom zu progressiv sind. Teilnehmer:innen stiessen in ihrem Umfeld auf Desinteresse, an der Umfrage teilzunehmen. Dabei finden sie es so wichtig, diese Chance zu nutzen und unsere Wünsche, Forderungen und Ideen einzubringen. Dass sich drei Bistümer zu einem gemeinsamen Vorgehen gefunden haben, stimmt auch hoffnungsvoll.

Kurz vor dem Aufteilen der Gruppe für die Umfrageteilnahme versuchten ein paar Spassvögel, den Anlass zu stören. Offenbar loggten sie sich über den offenen Link in die Veranstaltung ein und übertönten mit Krach die Sprecher:innen. In die anschliessenden Gruppenrunden konnten sie aber nicht eintreten und so ging es nach kurzer Störung weiter. Die Anwesenden konnte ihre Stimme in den synodalen Prozess einbringen – wir ermutigen alle in unserem Frauennetzwerk, ihnen zu folgen.

 

Wichtige weiterführende Informationen zum synodalen Prozess: