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Appell an Bundesrat und Parlament

Wann, wenn nicht jetzt? Frauen* zählen!

Wir, die unterzeichnenden Organisationen dieses Briefes vertreten Millionen Frauen* in der ganzen Schweiz. Wir wenden uns mit einem dringenden Appell an den Bundesrat und das Parlament: Die Frauen* reden mit ihren Forderungen bei der Bewältigung der Corona-Krise mit.

Die Corona-Krise stellt uns alle vor ungeahnte Herausforderungen: Gesellschaftlich, wirtschaftlich, sozial. Auch wenn die schlimmsten Befürchtungen nicht eingetroffen sind, wird uns das Virus noch lange beschäftigen. Wir müssen uns mit der Frage auseinandersetzen, wie wir die akuten Folgen der Krise bewältigen können. Wir müssen uns aber auch mit der Frage auseinandersetzen, welche Lehren wir aus der aktuellen Situation ziehen können.

Wir richten uns deshalb mit den folgenden Forderungen an den Bundesrat und das Parlament. Darüber berichtete sowohl die Tagesschau als auch der Blick

  1. Wir bestimmen mit am Verhandlungstisch!
  2. Massnahmen zum wirtschaftlichen Aufschwung müssen die reale Lebenssituation aller Frauen* in der Schweiz berücksichtigen.
  3. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie muss erreicht werden.
  4. Die Arbeitsbedingungen in den systemrelevanten Berufen müssen verbessert werden.
  5. Gewalt gegen Frauen* ist eine Krise mit epidemischem Ausmass – auch vor und ohne Corona.
  6. Es braucht spezifische Unterstützung für Migrantinnen*, denn sie tragen die Kosten der Krise doppelt stark.
  7. Die Finanzierung der Krise darf nicht auf dem Rücken der Frauen* geschehen.

Nun wird debattiert, denn das Parlament gab soeben bekannt: Die aktuelle Debatte zum Thema "Gleichstellung der Geschlechter und Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben: Aus der Covid-19-Krise jetzt lernen" findet am Donnerstag, 18. Juni, statt.