Desnaikguda – Getreidemühle und Gemüseanbau
Das abgelegene Dorf Desnaikguda, mit 26 Haushalten, wird hauptsächlich von benachteiligten Gemeinschaften bewohnt. Da die landwirtschaftlichen Erträge aufgrund unregelmässiger Niederschläge und fehlender Bewässerungsmöglichkeiten nicht ausreichten, lebten viele Familien unterhalb der Armutsgrenze – insbesondere Frauen hatten kaum wirtschaftliche Chancen.
Durch die Unterstützung von der lokalen Organisation SHALOM und dem Elisabethenwerk wurden zwei Spar- und Kreditgruppen (SHGs) gegründet. SHALOM begleitet die Gruppen gezielt mit Trainings, wie sie gemeinsam ihre Lebensgrundlage verbessern können. Beide Gruppen erhielten für den Start Bankdarlehen, die sie für verschiedene Einkommensprojekte ihrer Wahl nutzten.
Eine der SHGs investierte in Fischzucht, Tomaten- und Ingweranbau, wodurch sie insgesamt rund 460 Franken Gewinn erwirtschaftete. Zusätzlich erhielt sie eine Getreidemühle für Hirse im Wert von rund 1600 Franken vom Landwirtschaftsministerium, dank der Expertise von SHALOM.
Die andere SHG investierte ebenfalls in den Ingwer-, Gemüse- sowie Bananenanbau und erzielte dabei einen Gewinn von rund 460 Franken. Dank der zuverlässigen Kreditrückzahlung signalisierte die Bank Interesse an der weiteren Zusammenarbeit und der Gewährung höherer Darlehen zu niedrigeren Zinsen.
SHALOM unterstützte die Gruppen auch bei der Beantragung von Subventionen und weiteren Fördermitteln, mitunter werden die Frauen nicht nur wirtschaftlich eigenständig, sondern erlangen auch wertvolle Kenntnisse über Geschäftsführung und Profitabilität. Ihr Lebensstandard verbesserte sich erheblich, und sie sind nun finanziell unabhängig.
Mehr über die Projekte des Elisabethenwerks erfahren.
Jetzt Frauen in Indien unterstützen
Das Elisabethenwerk setzt sich seit 1958 für die ärmsten Frauen in Ländern des globalen Südens ein. Die Projekte in den aktuellen Projektländern Uganda und Indien werden von den Frauen in eigener Initiative mitgetragen, dadurch verbessern sie ihre Lebensbedingungen aus eigener Kraft.
In Indien fördern unsere Projekte vor allem die sozial stark benachteiligten Adivasi- und Dalit-Frauen. Dalit bedeutet «unterdrückt» und ist die Selbstbezeichnung der tiefsten Kasten. Dalit-Angehörige sind von vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ausgeschlossen. Sie machen aber ein Sechstel der indischen Bevölkerung aus. Adivasi ist ein Überbegriff für mehr als 600 indigene Volksgruppen. Sie sind sozial noch schlechter gestellt als die Dalit.
Elisabethenwerk – «von Frauen – für Frauen»
Das Elisabethenwerk gehört zum Frauenbund Schweiz. Der Frauenbund setzt Spenden wirtschaftlich, zweckbestimmt und wirkungsvoll ein.
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