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Frauenstimmrecht seit 1971

100 Jahre politische Arbeit auf allen Ebenen und zwei nationale Abstimmungen brauchte es, ehe die Schweizerinnen am 7. Februar 1971 in den Genuss des Wahlrechts und Stimmrechts kamen. Das ist erst 49 Jahre her. Der Kampf der Frauen für politische Teilhabe hingegen ist viel älter

Zur ersten Abstimmung über die politische Teilhabe von Frauen kommt es 1959, doch die ausschliesslich männlichen Stimmberechtigten lehnen das Frauenstimm-und wahlrecht zu zwei Dritteln ab. Im Jahre 1971 wendet sich das Blatt und zwei Drittel der Männer stimmen mit «Ja». In Appenzell Innerrhoden dauert es trotzdem bis 1990, ehe Frauen das kantonale Stimm- und Wahlrecht erhalten.

Die Katholikinnen und das Frauenstimmrecht

Weil katholische Männer bis Ende der 1960er Jahre das Frauenstimmrecht besonders stark ablehnten, wird der Beitrag der katholischen Kämpferinnen für die politische Gleichstellung arg unterschätzt. Gegen den vehementen Widerspruch von Bischof von Streng setzte SKF-Präsidentin Elisabeth Blunschy-Steiner die Ja-Parole durch. 

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Katholische Frauen progressiver als gedacht

Katholische Frauen galten lange Zeit als Anti-Feministinnen. Auch der SKF hatte lange Zeit ein biederes Image. Nun stellt sich heraus: Der SKF war beim Thema Frauenstimmrecht progressiver als gedacht. «Es stimmt nicht, dass der SKF vor 50 Jahren gegen das Frauenstimm- und Wahlrecht war», sagt Sarah Paciarelli.

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Bischöfe ändern langsam ihre Meinung

Als «blosse Gehilfin des Mannes» sei die Frau nicht für «Mannesrechte» bestimmt, verkündete die Schweizer Bischofskonferenz 1919 zum Frauenstimmrecht. 1970 tönte es anders: Den Frauen die politischen Rechte zu verweigern, wäre eine Ungerechtigkeit.

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SKF ab 1958 offiziell für das Frauenstimmrecht

Die ausserordentliche Versammlung des Schweizerischen Katholischen Frauenbunds vom 17. April 1958 ergab eine Resolution für das Frauenstimmrecht, abgedruckt in der «Schweizerischen Kirchenzeitung» (SKZ) Nr. vom 24. April 1959 (Seiten 204/9). 

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Der SKF und das Frauenstimmrecht

Über ein Jahrhundert politischer Arbeit und zwei Anläufe, 1959 und 1971, bei nationalen Abstimmungen brauchte es in der Schweiz, ehe Schweizerinnen endlich politische Teilhabe auf Bundesebene erlangten. Schweizer Frauenverbände mussten Druck auf den Bundesrat ausüben und all ihre Kräfte mobilisieren, um die Mehrheit der Bevölkerung und der Stände zu überzeugen. Bei der ersten Abstimmung zum Frauenstimmrecht 1959 sprach sich der SKF Schweizerischer Katholischer Frauenbund explizit für das Stimmrecht aus und politisierte. Zur zweiten Abstimmung 1971 gab der SKF aus internen, politischen Gründen keine Empfehlung ab. Die historischen Protokolle der Vorstandssitzungen und Jahresversammlungen zeigen aber, dass die Frauen, die die Geschäfte des Verbandes leiteten, für die politische Rechtsgleichheit der Frau einstanden.

Mit diesen Worten verabschiedete sich Yvonne Darbre, die scheidende Präsidentin (1961 - 1970), an der Delegiertenversammlung vom 4. Juni 1970 in Engelberg.

Mehr über den SKF und seine Haltungen zum Frauenstimmrecht

Ein politischer Verband

SKF Schweizerischer Katholischer Frauenbund heute

Der SKF setzt sich für die Interessenvertretung und politische Partizipation von Frauen ein. Die Gleichstellung der Frauen ist ein zentrales Thema für den SKF. Wir bringen unser Gewicht als grosser Frauendachverband in die politische Diskussion ein. Als Vernehmlassungspartner des Bundes äussern wir unseren Standpunkt zu neuen Gesetzesvorlagen. Der SKF fördert die Führungshaltung seiner Mitglieder in Form von Kursen und setzt sich für halbe-halbe in der Schweizer Politik ein.