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News 01.06.2026 | Elisabethenwerk – Solidarität

Ebola-Ausbruch belastet Gemeinden in Uganda

Die Menschen im Distrikt Bundibugyo im Westen Ugandas stehen derzeit vor einer zusätzlichen Herausforderung: Ein Ebola-Ausbruch in den benachbarten Grenzregionen der Demokratischen Republik Kongo sorgt für Verunsicherung und erschwert den Alltag vieler Familien.

Mit Masken und Handschuhen ausgestattete Trainer:innen zeigen die Massnahmen, um das Risiko einer Ebola-Ansteckung zu verringern.

Bundibugyo liegt direkt an der Grenze zum Kongo. Viele Menschen überqueren die Grenze regelmässig, um Handel zu treiben, Verwandte zu besuchen oder ihren Lebensunterhalt zu sichern. Entsprechend gross ist die Sorge vor einer Ausbreitung der Krankheit. Die Gesundheitsbehörden haben ihre Überwachungs- und Präventionsmassnahmen verstärkt, Märkte werden weniger besucht und Transportmöglichkeiten sind eingeschränkt.

Für die Bevölkerung kommt die Ebola-Bedrohung zu bereits bestehenden Herausforderungen hinzu. Viele Familien leben in Armut und sind auf kleine landwirtschaftliche Betriebe oder den Verkauf eigener Produkte angewiesen. Wenn Märkte weniger besucht werden und Menschen öffentliche Versammlungen meiden, wirkt sich dies direkt auf ihre Einkommensmöglichkeiten aus.

Besonders betroffen sind Frauen, Kinder und einkommensschwache Haushalte. Lokale Führungspersonen berichten von zunehmendem Stress innerhalb der Familien, steigenden wirtschaftlichen Belastungen und einer erhöhten Verletzlichkeit von Frauen und Mädchen. Gleichzeitig nimmt die Ernährungsunsicherheit in einigen abgelegenen Dörfern weiter zu.

Trotz dieser schwierigen Situation setzt unsere langjährige Partnerorganisation SCORE Development Foundation ihre Arbeit in den Gemeinden fort. Die Organisation begleitet Frauen und Familien bei der Verbesserung ihrer Lebensgrundlagen, stärkt ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit und engagiert sich gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Gleichzeitig führt SCORE Sensibilisierungsmassnahmen zu Gesundheit, Hygiene und Schutzverhalten durch, damit die Bevölkerung an die Risiken erinnert wird und sich schützen kann.

Auch wenn einzelne Aktivitäten aufgrund der angespannten Situation erschwert werden, zeigen die beteiligten Frauen- und Jugendgruppen grosse Widerstandskraft. Sie setzen ihre Einkommensaktivitäten fort, unterstützen sich gegenseitig und arbeiten daran, ihre Lebensbedingungen langfristig zu verbessern.

Hoffnung trotz schwieriger Umstände

Die aktuelle Ebola-Bedrohung zeigt einmal mehr, wie verletzlich viele Familien in Bundibugyo sind. Gerade in solchen Krisensituationen wird deutlich, wie wichtig starke Gemeinschaften, funktionierende Spargruppen und wirtschaftlich selbstständige Frauen sind.

Durch die Unterstützung von SCORE erhalten Frauen die Möglichkeit, ihre Lebensgrundlagen zu sichern, ihre Familien besser zu versorgen und sich gemeinsam für ein gewaltfreies und selbstbestimmtes Leben einzusetzen. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Wider-standsfähigkeit ihrer Gemeinden – auch in Zeiten zusätzlicher Krisen wie dem aktuellen Ebola-Ausbruch.

 

Jetzt Frauen in Uganda unterstützen

 

 


 

 

Das Elisabethenwerk setzt sich seit 1958 für die ärmsten Frauen in Ländern des globalen Südens ein. Die Projekte in den aktuellen Projektländern Uganda und Indien werden von den Frauen in eigener Initiative mitgetragen, dadurch verbessern sie ihre Lebensbedingungen aus eigener Kraft.

Das ostafrikanische Uganda bemerkt immer mehr Auswirkungen des Klimawandels. Es braucht neue landwirtschaftliche Kenntnisse und diversifiziertes Wirtschaften. Dies gilt besonders für Frauen, die weitgehend für den Gemüseanbau und die Kleintierhaltung zuständig sind.

Der Frauenbund Schweiz ist als gemeinnützig anerkannt, steuerbefreit und trägt seit 1947 das Zewo-Gütesiegel. Dieses bescheinigt, dass Spenden an das Elisabethenwerk wirtschaftlich, zweckbestimmt und wirkungsvoll eingesetzt werden.

 

Frauen in Bundibugyo

Das Elisabethenwerk unterstützt gemeinsam mit SCORE Development Foundation ein dreijähriges Projekt zur Stärkung von Frauen im Distrikt Bundibugyo.

Das Projekt im Überblick

  • Projektlaufzeit: Mai 2024 bis April 2027
  • Projektregion: 15 Dörfer in drei Unterbezirken des Distrikts Bundibugyo, Westuganda
  • Direkt Begünstigte: 400 Frauen aus 20 Spar- und Kreditgruppen
  • Indirekt Begünstigte: Rund 2'000 Familienmitglieder

Deshalb braucht es das Projekt

Die Gesellschaft in Bundibugyo ist stark patriarchal geprägt. Viele Frauen verfügen nicht über eigene Einkommensmöglichkeiten und sind wirtschaftlich von ihren Ehemännern abhängig. Geschlechtsspezifische Gewalt, frühe Verheiratung, Ernährungsunsicherheit und Armut sind weit verbreitet.

Viele Frauen haben Gewalt erlebt und verfügen nur über begrenzte Möglichkeiten, ihre Rechte einzufordern oder ihre Lebenssituation eigenständig zu verbessern. Das Projekt setzt deshalb gleichzeitig bei den wirtschaftlichen Ursachen von Armut und bei den sozialen Gründen von Gewalt an.

Projekt-Schwerpunkte

  • Ernährungssicherheit verbessern: Frauen werden in nachhaltiger Landwirtschaft geschult und erhalten Unterstützung beim Ge-müseanbau sowie bei der Saatgutproduktion. Ziel ist es, die Ernährung ihrer Familien langfristig zu sichern.
  • Einkommen stärken: Die Frauen organisieren sich in Spar- und Kreditgruppen, erhalten Schulungen in Finanzbildung und werden beim Aufbau kleiner Einkommensaktivitäten unterstützt. Dazu gehören unter anderem die Herstellung und Vermarktung von Flüssig- und Festseifen.
  • Geschlechtsspezifische Gewalt reduzieren: Gemeinsam mit religiösen, politischen und zivilgesellschaftlichen Führungspersonen werden Massnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt umgesetzt. Frauen lernen ihre Rechte kennen und werden dabei unterstützt, sich gegen Gewalt zur Wehr zu setzen.

Vor dem Kurs zur Seifenproduktion erhalten die Teilnehmerinnen Instruktionen für den Schutz vor Ebola.

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