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News 13.10.2026 | Gleichstellung – Interessenvertretung – Politik

Frauenbund sagt Ja AHV-Zusatzfinanzierung durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer

Frauenbund Schweiz sagt Ja zur Finanzierung der 13. AHV-Rente. Am 29. November 2026 stimmt die Schweiz über die Zusatzfinanzierung der AHV durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer ab. Eine stabile AHV ist für die Altersvorsorge von Frauen besonders wichtig. 

Der Verbandsvorstand des Frauenbund Schweiz sagt Ja zur Finanzierung der 13. AHV-Rente über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer. Für uns ist entscheidend, dass die AHV langfristig finanziell stabil bleibt. Denn eine starke AHV ist gerade für die Altersvorsorge von Frauen von zentraler Bedeutung.

Frauen sind besonders auf eine starke AHV angewiesen

Tiefere Erwerbseinkommen, Teilzeitarbeit und Erwerbsunterbrüche aufgrund unbezahlter Care-Arbeit führen insbesondere in der beruflichen Vorsorge zu erheblichen Rentenlücken. Wer das Erwerbspensum reduziert oder zeitweise ganz aus dem Erwerbsleben aussteigt, um Kinder zu betreuen oder Angehörige zu pflegen, kann weniger in die Pensionskasse einzahlen. Da diese unbezahlte Care-Arbeit nach wie vor überwiegend von Frauen geleistet wird, sind Frauen von diesen Vorsorgelücken besonders betroffen. Umso wichtiger ist eine starke und verlässlich finanzierte AHV.

Die 13. AHV-Rente braucht eine nachhaltige Finanzierung

Die Einführung der 13. AHV-Rente wurde vom Stimmvolk beschlossen. Im Dezember 2026 wird sie erstmals ausbezahlt. Damit diese zusätzliche Leistung langfristig gesichert werden kann, braucht die AHV zusätzliche Einnahmen. Die Vorlage sieht deshalb ab 2028 eine Erhöhung der Mehrwertsteuer vor. Der Normalsatz steigt von 8,1 auf 8,5 Prozent. Der reduzierte Satz für Güter des täglichen Bedarfs bleibt unverändert.

Für eine solidarische und geschlechtergerechte Altersvorsorge

Bereits 2022 hat sich der Frauenbund für die AHV-21-Reform und die damit verbundene Zusatzfinanzierung über die Mehrwertsteuer ausgesprochen. Auch damals war für uns klar: Die Reform enthielt aus frauenpolitischer Sicht problematische Elemente. Gleichzeitig musste die AHV finanziell stabilisiert werden.

An dieser grundsätzlichen Haltung halten wir fest. Die Sicherung der AHV und eine geschlechtergerechte Altersvorsorge dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Es braucht beides. Deshalb setzen wir uns weiterhin für eine solidarische und geschlechtergerechte Weiterentwicklung der Altersvorsorge ein und sagen gleichzeitig Ja zu einer stabilen Finanzierung der AHV.

Darum sagt der Frauenbund Schweiz Ja zur Finanzierung der 13. AHV-Rente.

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