Putpondi – Jobkarten verbessern die lokale Infrastrukur
Das kleine Dorf Putpondi wird von Stammesgemeinschaften bewohnt. Es liegt nur wenige Kilometer von den Verwaltungszentren entfernt, blieb jedoch lange von Entwicklungsmassnahmen unerreicht. Die Bewohner der nur 45 Haushalte arbeiten überwiegend als landlose Taglöhner in der Landwirtschaft. Sie hatten keinen Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Gesundheitsversorgung oder Bildungseinrichtungen und auch an Strassen fehlte es.
Durch die Unterstützung der lokalen, vom Elisabethenwerk unterstützten Organisation SHALOM konnten zwei Spar- und Kreditgruppen für Frauen (SHGs) gegründet werden. In Schulungen erhielten die SHGs Informationen, wie sie am MGNREGA-Sozialprogramm* teilnehmen können. Viele Frauen waren zunächst skeptisch, sie befürchteten Korruption und verspätete Lohnzahlungen. SHALOM half jedoch bei der Beschaffung von Jobkarten, dem Eröffnen von Bankkonten und der Antragstellung für Arbeitsplätze.
Dank dieser Unterstützung konnten 36 Frauen über 30 Tage lang in ihrer Gemeinde arbeiten und dabei jeweils rund 90 Franken verdienen. In dieser Zeit wurden vier Infrastrukturprojekte abgeschlossen, darunter eine Dorfstrasse, ein Bewässerungskanal und ein Staudamm.
Dank dem Programm müssen die Frauen nicht für die Arbeitssuche migrieren, sondern können in ihrer Region ein stabiles Einkommen erzielen. Dank den ersten Erfahrungen mit pünktlichen und fairen Lohnzahlungen wächst das Interesse am MGNREGA-Programm – ein bedeutender Schritt zur wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Frauen.
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Jetzt Frauen in Indien unterstützen
Das Elisabethenwerk setzt sich seit 1958 für die ärmsten Frauen in Ländern des globalen Südens ein. Die Projekte in den aktuellen Projektländern Uganda und Indien werden von den Frauen in eigener Initiative mitgetragen, dadurch verbessern sie ihre Lebensbedingungen aus eigener Kraft.
In Indien fördern unsere Projekte vor allem die sozial stark benachteiligten Adivasi- und Dalit-Frauen. Dalit bedeutet «unterdrückt» und ist die Selbstbezeichnung der tiefsten Kasten. Dalit-Angehörige sind von vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens ausgeschlossen. Sie machen aber ein Sechstel der indischen Bevölkerung aus. Adivasi ist ein Überbegriff für mehr als 600 indigene Volksgruppen. Sie sind sozial noch schlechter gestellt als die Dalit.
*Das MGNREGA-Programm (Mahatma Gandhi National Rural Employment Guarantee Act) ist ein indisches Sozialprogramm, das Arbeitsplätze auf dem Land garantiert. Es sichert jeder ländlichen Familie mindestens 100 Tage bezahlte Arbeit pro Jahr in öffentlichen Infrastrukturprojekten, wie Strassenbau, Bewässerung oder Umweltschutzmassnahmen. Ziel ist es, Armut zu reduzieren, Migration zu verhindern und die wirtschaftliche Sicherheit von Landarbeiter:innen zu verbessern.
Elisabethenwerk – «von Frauen – für Frauen»
Das Elisabethenwerk gehört zum Frauenbund Schweiz. Der Frauenbund setzt Spenden wirtschaftlich, zweckbestimmt und wirkungsvoll ein.
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