Home Aktuelles Wenn kleine Schritte Leben verändern
News 30.04.2026 | Elisabethenwerk – Solidarität

Wenn kleine Schritte Leben verändern

Reisebericht Projektbesuche Elisabethenwerk Uganda

Im Februar 2026 reiste Janne Roux, Programmverantwortliche des Elisabethenwerks, nach Uganda. Vor Ort wurde sichtbar, wie viel Hoffnung in den verschiedenen Projekten steckt – und wie gross die Herausforderungen für viele Frauen, Kinder und ältere Menschen weiterhin sind.

Jane Nasamba (60) in ihrem Garten, Mpigi Distrikt, TAFU Projekt.

Die Reise führte sie gemeinsam mit der lokalen Beraterin, Hilda Achayo, in die Regionen rund um die Hauptstadt Kampala, genauer in die Distrikte Wakiso, Mpigi und Luwero. Die Sicherheitslage war nach den Präsidentschaftswahlen angespannt. Dank sorgfältiger Planung und enger Zusammenarbeit mit den lokalen Partnerorganisationen konnten alle Besuche dennoch sicher durchgeführt werden.

Menschen im Zentrum der Projekte

Bei TORUWU in Wakiso stehen Mütter von Kindern mit Behinderungen im Fokus. Viele leben in grosser Armut und können sich selbst kleinste Beiträge für Spargruppen nicht leisten. Dringend benötigt werden Rollstühle, Gehhilfen und bessere Ernährung für die Kinder sowie Einkommensmöglichkeiten für ihre Mütter.

In Mpigi bei TAFU kümmern sich ältere Frauen und Männer trotz ihres Alters um Enkelkinder, deren Eltern oft bereits verstorben sind. Küchengärten helfen beim Überleben, doch Wasserknappheit und fehlender Zugang zu medizinischer Versorgung bleiben grosse Herausforderungen. Regenwasserspeicher und mobile Gesundheitsangebote sind entscheidend, um eine Veränderung zu bewirken.

In Luwero bei CREATES erhalten junge Frauen, die früh Mutter geworden sind, eine neue Chance durch Berufsbildung in Schneiderei und Lebenskompetenzen. Viele hatten vor Projektbeginn keine Perspektive und kein Einkommen. Die Nachfrage ist hoch: Statt 30 nahmen bereits 36 Frauen an der Ausbildung in Schneiderei teil, erste Teilnehmerinnen erzielen bereits ein eigenes Einkommen.

Was diese Reise gezeigt hat

Die Begegnungen haben deutlich gemacht, dass Veränderung häufig im Kleinen beginnt und dort konkrete, spürbare Wirkung entfaltet. Ein Rollstuhl, eine Nähmaschine, etwas Saatgut oder Zugang zu medizinischer Hilfe können den Alltag der Frauen und Kinder grundlegend verändern. Gleichzeitig wurde deutlich: Ohne zusätzliche Unterstützung bleiben viele dieser Möglichkeiten unerreichbar.

  • Ihre Unterstützung ermöglicht Bildung, Gesundheit und Einkommen
  • Ihre Hilfe stärkt Frauen, Kinder und ältere Menschen
  • Ihre Spende schafft konkrete, sichtbare Veränderung

Veränderung ist möglich – aber sie braucht Menschen, die sie möglich machen.

 

 


 

Das Elisabethenwerk setzt sich seit 1958 für die ärmsten Frauen in Ländern des globalen Südens ein. Die Projekte in den aktuellen Projektländern Uganda und Indien werden von den Frauen in eigener Initiative mitgetragen, dadurch verbessern sie ihre Lebensbedingungen aus eigener Kraft.

Das ostafrikanische Uganda bemerkt immer mehr Auswirkungen des Klimawandels. Es braucht neue landwirtschaftliche Kenntnisse und diversifiziertes Wirtschaften. Dies gilt besonders für Frauen, die weitgehend für den Gemüseanbau und die Kleintierhaltung zuständig sind.

Elisabethenwerk – «von Frauen – für Frauen»

Das Elisabethenwerk gehört zum Frauenbund Schweiz. Der Frauenbund setzt Spenden wirtschaftlich, zweckbestimmt und wirkungsvoll ein.

0 Kommentare

Kommentar schreiben