Willkommen im Vorstand Sophie Zimmermann
Am 30. Mai 2026 wurde Sophie Zimmermann neu in den Verbandsvorstand gewählt, zusammen mit Diana Schor-Hayoz und Melanie Wächtler. Zu dritt verstärken sie den Vorstand, nachdem Iva Boutellier, Lydia Corradini-Renggli und Fabienne Roos sich verabschieden.
Für ein erstes Kennenlernen beantwortete Sophie unsere Fragen:
Was hat dich motiviert, dich in diesem Ehrenamt zu engagieren?
Die positive, bestärkende Identität des Frauenbunds durfte ich schon mehrmals erleben. Im Theologiestudium merkte ich, dass mich Themen rund um Gleichberechtigung, Feminismus und Kirche sehr interessieren. Ich merkte: Der Frauenbund setzt sich genau für die Themen ein, die für mich als junge Theologin sehr wichtig sind. Anstelle einer Mitgliedschaft in einem Ortsverein wurde ich Einzelmitglied. Später durfte ich verschiedene Ortsvereine als Präses begleiten und merkte, was für ein beindruckendes und bestärkendes Netzwerk von Frauen dies ist, und was für wertvolle und inspirierende Arbeit in Frauengemeinschaften vor Ort geleistet wird. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass dieses kostbare Netzwerk von Frauen bestehen bleibt und florieren kann und dass unsere katholische Kirche in der Schweiz durch und mit uns gleichwürdiger wird.
Was spricht dich bei deiner neuen Tätigkeit speziell an?
Ich freue mich, inspirierende Frauen von Ortsvereinen und dem Verband kennenzulernen, und mit ihnen gemeinsam daran zu arbeiten, dass der Frauenbund als bereicherndes, solidarisches und ermächtigendes Netzwerk bestehen bleibt und sich weiterentwickeln kann. Ich freue mich auf neue Themen, genauso wie darauf, aus Sicht des Frauenbund die Kirchenlandschaft Schweiz mitzugestalten. Momentan ist vieles im Wandel – diesen aktiv, gemeinsam mit kompetenten Personen unterschiedlichen Hintergrunds mitzugestalten ist etwas, was mich sehr fasziniert.
Du hast bereits an Vorstandssitzungen teilgenommen – welches ist dein erster Eindruck im Frauenbund-Vorstand?
Mein erster Eindruck war: Wow, hier kommt ganz schön viel Kompetenz aus unterschiedlichster Richtung zusammen! Ich fand es sehr spannend, die Mei-nungsbildung in gesellschafts- und kirchenpolitischen Themen zu beobachten. Ich merkte, dass hier alle mit Ernsthaftigkeit und Aufrichtigkeit am Werk wa-ren, und sogleich wehte ein «schwesterlicher» Wind. Es sind Frauen, die sich unterstützen und die am selben Strang ziehen – das inspirierte mich.
Was möchtest du in den Vorstand einbringen?
Als Theologin und Pfarreiseelsorgerin kenne ich die pastorale Wirklichkeit in den Pfarreien und Pastoralräumen. Dazu kann ich mein (feministisch-)theologisches Denken in die Debatten einbringen. Als Teil des Gremiums denke ich aber auch gerne an gesellschaftspolitischen Themen mit. Mir ist es ein Anliegen dass Frauen in Gesellschaft und Kirche mehr Platz und mehr Stimmkraft haben.
In der Zusammenarbeit bringe ich Begeisterung, Strukturierung und Herzlichkeit ein – dazu Tatkraft, Kreativität und Flexibilität.
Wofür engagierst du dich sonst noch?
Momentan habe ich beim Frauenbund schon ein kleines Ämtli. Ich redigiere die Gottesdienste, die als Vorlagen für die Gottesdienste dienen, in denen für die Hilfswerke des Frauenbund, den Solidariätsfonds für Mutter und Kind und das Elisabethenwerk anlässlich des Elisabethengottesdienstes, die Kollekten gesammelt werden. Die lokalen Frauengemeinschaften können die Vorlagen für ihre Feiern nutzen.
Früher engagierte ich mich als Kolumnistin bei der feministisch-theologischen Zeitschrift FAMA, war Mitglied im Präsidium der Student:innenverbindung AV Leonina und hatte während der Unizeit Einsitz im Studierendenrat und der Fachschaft.
Hast du bereits früher Funktionen im Frauenbund übernommen?
Seit Januar 2025 bin ich Redaktorin für Gottesdienstvorlagen im Frauenbund Schweiz. 2023 durfte ich im Rahmen der Impulstagung «Frauenbande 2.0» ei-nen von Katharina Jost Graf entworfenen Workshop leiten zum Thema der Beziehung von katholischer Kirche und dem Frauenbund. 2022 wurde ich ans Podium für die Einzelmitglieder eingeladen, welches die Vorreiterinnen der Feministischen Theologie und die ökumenische Frauen-Kirche-Bewegung würdigte, die sich in den letzten 40 Jahren für die Frauen einsetzten.
Was machst du gerne in deiner Freizeit? Was gibt dir Kraft?
Im Sommer gehe ich gerne wandern, im Winter langlaufen. Ich höre für mein Leben gerne gute Hörbücher und häkle oder stricke dazu. Dazu liebe ich es, meine Freundschaften zu pflegen und seelenwärmende Gespräche mit meinen Liebsten zu führen – die Beziehungen zu meinen Freund:innen und meiner Familie gibt mit sehr viel Kraft und Rückhalt. Eine meiner grössten Kraftquellen ist aber natürlich mein Glaube an und meine Beziehung zu Gott. Da bin ich angenommen und ernstgenommen, da kann ich still und ruhig werden – da erfahre ich Befreiung und Verbundenheit und eine Einbettung ins Grosse Ganze.
Kurzportrait von Sophie Zimmermann
- Wohnort Kriens
- Seit 8/2024 Pfarreiseelsorgerin in der katholischen Kirche Stadt Luzern
- Theologiestudium an der Université de Fribourg
Bisherige Tätigkeiten
- Pfarreiseelsorgerin i. A. im Pastoralraum Hitzkirchertal
- Mitarbeiterin Kommunikation und Pastoral in der Katholischen Kirche Kriens
- Seelsorgerin und Katechetin in der Seelsorgeeinheit Sense Mitte
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