Skip to navigation (Press Enter) Skip to main content (Press Enter)

Der Solidaritätsfonds für Mutter und Kind

Der Solidaritätsfonds für Mutter und Kind ist eines der beiden Solidaritätswerke des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes SKF. Er besteht seit 1976 und leistet schnell und unbürokratisch Überbrückungshilfe für Frauen und Familien, die in finanzielle Not geraten sind – insbesondere im Zusammenhang mit Schwangerschaft, Geburt oder Kinderbetreuung. Dazu unterhält der Solidaritätsfonds in Luzern und in Bellinzona Kontaktstellen, bei denen Unterstützungsgesuche eingereicht werden können. Die Hilfe steht Frauen aus der ganzen Schweiz offen.

Das soziale Netz in der Schweiz trägt gut. Trotzdem weist es Lücken auf, gerade im Bereich Mutterschaft und Familie. Die Geburt eines Kindes kann eine finanzielle Belastung für die Eltern mit sich bringen. Alleinerziehende, Working-Poor-Familien und Eltern mit drei und mehr Kindern sind besonders gefährdet, in eine finanzielle Notlage zu geraten. Das belegen Studien und hat die Corona-Krise sichtbar gemacht. Wo staatliche Hilfe nicht oder nicht ausreichend greift, schliesst der Solidaritätsfonds für Mutter und Kind eine Lücke.

Jahr für Jahr unterstützt der Solidaritätsfonds für Mutter und Kind mehrere hundert Frauen und Familien und bekämpft die Armut in der Schweiz – dank Ihrer Spende.

So wirkte der Solidaritätsfonds für Mutter und Kind im 2021

Im 2021 konnte der Solidaritätsfonds 398 Frauen unterstützen, insgesamt wurden über 823’000 Franken eingesetzt. 247 Gesuche stammten aus der Deutschschweiz, 132 aus der Romandie und 19 aus dem Tessin.

Mehr über Gesuche und Unterstützung im 2021

Unterstützung seit über 45 Jahren

2021 feierte der Solidaritätsfonds für Mutter und Kind sein 45-jähriges Wirken für Familien in Not. Dank grosszügigen Spenden konnten mehr als 30'000 Frauen unterstützt werden!

Ein Blick zurück auf seine Entstehung und die letzten 45 Jahre.

Der Solidaritätsfonds in der Sendung "mitenand" auf SRF 1

So hilft der Solidaritätsfonds

Frauen, die in der Schweiz leben, können in einer Notsituation beim Solidaritätsfonds für Mutter und Kind ein Gesuch um einmalige finanzielle Unterstützung einreichen. Das Gesuch wird innerhalb von vier bis sechs Wochen von einer externen Fachkommission geprüft und bewilligt. Die Expertinnen legen auch die Höhe des Beitrages fest. Die Beurteilung des Gesuchs geschieht unabhängig von Religion, Zivilstand oder Aufenthaltsstatus der betroffenen Frau. Entscheidend ist die Notsituation. Der Solidaritätsfonds sichert den Antragstellerinnen Anonymität zu.

Finanzielle Beiträge werden unter anderem gesprochen für:

  • Baby-Grundausstattung
  • Kinderbetreuung
  • Doppelkinderwagen
  • Mietkosten
  • Krankenkassenprämien
  • Ausbildung oder Umschulung der Mutter
  • Geburtsvorbereitung
  • Säuglingsnahrung
  • Lohnausfall
  • Gesundheitskosten
  • Kinderbett
  • Kita
  • Erholungsaufenthalt
  • Wickeltisch
  • Windel-Abo
  • Kinderzimmer-Möbel
  • Umzug
  • Verhütung für die Frau
  • Zahnmedizin

… und vieles mehr!

Gründungsgeschichte des Solidaritätsfonds

Der Solidaritätsfonds für Mutter und Kind wurde 1976 im Vorfeld der ersten Abstimmung über die Fristenregelung ins Leben gerufen. Der SKF versprach, sich tatkräftig für in Not geratene Frauen einzusetzen und gründete den «Solidaritätsfonds für werdende Mütter in Bedrängnis», der 1995 in «Solidaritätsfonds für Mutter und Kind» umbenannt wurde. Dieser unterstützt in der Schweiz lebende Mütter durch schnelle und unbürokratische finanzielle Überbrückungshilfe.

Frauen hatten in der Wirtschaftskrise Mitte der 70er-Jahre grosse Mühe, während der Schwangerschaft oder als junge Mutter eine Stelle zu finden. Die Geburt eines Kindes oder eine Erkrankung der Mutter konnten schnell zu finanziellen Schwierigkeiten führen. Zwar entstanden zunehmend Beratungsstellen im staatlichen und kirchlichen Bereich, aber ihnen fehlte in den meisten Fällen das nötige Geld für eine finanzielle Direkthilfe. Der Solidaritätsfonds sollte hier eine Lücke im Sozialsystem schliessen.

Mehr Infos zur Geschichte des Solidaritätsfonds und zu unserer Hilfe für Mütter in Not

Hier konnten wir helfen

Einige aktuelle Beispiele unserer Unterstützung:

  • Die Mutter ist mit der Familienarbeit überlastet. Das spüren auch die Kinder. In der Spielgruppe findet das mittlere und wildeste von drei Kindern im Vorschulalter professionelle Betreuung und wird in seiner Entwicklung gefördert. Gleichzeitig wird die Mutter entlastet. Aber die Kosten für die Spielgruppe strapazieren das Familienbudget über Gebühr. Der Vater ist voll berufstätig, doch der Lohn reicht nicht für alle Ausgaben. Die Familie ist von der Sozialhilfe unabhängig und möchte dies auch bleiben.
    Der Solidaritätsfonds für Mutter und Kind übernimmt einen Teil der Kosten der Spielgruppe.
     
  • Die sechs Kinder der Familie schlafen auf alten Matratzen am Boden und benötigen dringend richtige Betten und zwei Kleiderschränke. Die Familie lebt mit einem äusserst knappen Budget unter dem betreibungsrechtlichen Existenzminimum.
    Der Solidaritätsfonds für Mutter und Kind ermöglicht der Familie den Kauf von Kinderbetten, damit die Kinder besser schlafen können, und einen von zwei Schränken für die Kinderkleider.
     
  • Bei der Familie H. kommt bald das zweite Kind auf die Welt. Die Familie ist aus Eritrea geflüchtet, der Hausrat ist sehr bescheiden. Das Einkommen des Familienvaters reicht nicht für die Sonderausgaben im Zusammenhang mit der Geburt des zweiten Kindes.  
    Der Solidaritätsfonds für Mutter und Kind übernimmt die Kosten eines Doppelkinderwagens aus zweiter Hand, eines Kinderbetts und weiteren dringend notwendigen Kindersachen.
     

Diese Hilfe ist möglich dank der grosszügigen Unterstützung unserer Gönner:innen. Herzlichen Dank für Ihre Spende.

Wir kommen zu Ihnen!

Möchten Sie mehr über den Solidaritätsfonds für Mutter und Kind erfahren? Ob an einer Generalversammlung, im Rahmen eines Gottesdienstes, einem Vorständetreffen oder sonstigen Anlässen besuchen wir Sie gerne und präsentieren persönlich, wie unser Solidaritätswerk arbeitet und wirkt.

Gerne erarbeiten wir einen auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Vortrag zu folgenden Themen:

  • Wenn Mutterschaft zum Armutsrisiko wird
  • Was leistet der Solidaritätsfonds?
  • Unterstützungsbeispiele
  • Prinzipien der Unterstützung
  • Warum ist eine Spende an den Solidaritätsfonds sinnvoll?

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Nutzen Sie bitte das Kontaktaufnahmeformular für weitere Informationen.