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News 14.03.2024 | Not – Solidarität – Solidaritätfonds

So wirkte der Solidaritätsfonds 2023

© photocase_3874368: Addictive Stock/Photocase

Im vergangenen Jahr konnte der Solidaritätsfonds für Mutter und Kind 428 Unterstützungsgesuche bewilligen – so viele wie seit Jahren nicht mehr! Die Nachfrage nach unserer Hilfe ist ungebrochen.

Wenn sich Eltern zwischen einer ausgewogenen Ernährung für die Kinder und der Höhe der Raumtemperatur entscheiden müssen, ist schnelle Hilfe gefragt. Die Kostensteigerungen bei Lebensmitteln, Krankenkasse und Wohnen setzten Familien mit kleinem Budget stark zu und führten zu vermehrten oder steigenden Anfragen beim Solidaritätsfonds für Mutter und Kind.

Mit über 620’000 Franken unterstützte der Solidaritätsfonds Familien in einer akuten Notsituation. 286 leben in der Deutschschweiz, 128 in der Romandie und 14 im Tessin. Von den 428 Unterstützten stammen 19 Frauen aus der Ukraine. Am meisten Gesuche erreichten uns aus den Kantonen Luzern und Waadt mit je über 60 bewilligten Anträgen.

Der Solidaritätsfonds unterstützt armutsbetroffene Frauen mit Kindern bis zum Alter von zehn Jahren. Unsere Hilfe reichte von Babyausstattungen über den Ausgleich von Rückständen bei Wohnungsmietzinsen bis zur Kostenübernahme für die Zahnbehandlung bei Kindern. Die Unterstützung für eine Babyausstattung wurde am häufigsten nachgefragt.

Der gesamte Aufwand für den Solidaritätsfonds für Mutter und Kind belief sich auf knapp 900'000 Franken. Auf der Spendenseite konnten wir dank eines grossen Legats die Einnahmen im Vergleich zum Jahr 2022 erhöhen. Dennoch resultierte ein Minus von rund 60’000 Franken. Das Defizit wurde aus dem Fonds des Hilfswerks gedeckt, der damit weiter abnimmt. Der Solidaritätsfonds ist daher nach wie vor auf jeden Spendenfranken angewiesen, damit langfristig Frauen in Notsituationen unterstützt werden können.

428

Frauen unterstützte der Solidaritätsfonds für Mutter und Kind 2023.

19

Frauen stammten aus der Ukraine.

Ein Beispiel unserer Hilfe im 2023

Frau K. flüchtete als fünfzehnjährige aus Eritrea. Nach zweijähriger Flucht – ein Teil davon zu Fuss in den Sudan – gelangte die junge Frau 2016 in die Schweiz. Hier lernte sie den Kindsvater kennen und wurde 2022 schwanger. Zwar anerkannte er das Kind, übernimmt aber ansonsten keine Verpflichtungen für seinen Nachwuchs. Frau K. ist auf sich allein gestellt und hat ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft.

Bis zur Schwangerschaft arbeitete sie Vollzeit; allerdings zu einem sehr bescheidenen Lohn, mit dem sie noch ihren Bruder in ihrem Herkunftsland unterstützte. Aufgrund einer Schwangerschaftsdiabetes erlitt Frau K. eine Frühgeburt. Daher konnte sich die vierundzwanzigjährige vor der Geburt nicht um alle Babysachen kümmern. Zudem fehlten ihr die Mittel für einige Anschaffungen. Das Baby benötigte ein Kinderbett mit Bettinhalt, eine Wickelkommode, einen Schlafsack für den Kinderwagen, einen Kinderstuhl, eine Babywippe sowie weiteres für die Erstausstattung.

Der Solidaritätsfonds für Mutter und Kind ermöglichte Frau K. die Anschaffung der dringend notwenigen Babysachen. Nun hat es eine eigene Schlafstätte und sie muss sie ihr Kind nicht mehr am Boden wickeln.

© Illustrationen: Edel – Shutterstock

Neuigkeiten im 2023

News

14. März 2023

Solidaritätsfonds für Mutter und Kind im Radio

In diesem Frühling arbeitet der SKF mit SRF Schweizer Radio und Fernsehen für eine Präsentation des Solidaritätsfonds für Mutter und Kind als gemeinnützige Organisation zusammen. In der Woche vom 20. bis 26.3.2023 wird auf SRF 1 und SRF Musikwelle mehrmals ein Kurzbeitrag zu hören sein.

Sie möchten die Arbeit des Solidaritätsfonds unterstützen? Hier erfahren Sie mehr.

News

24. Oktober 2023

Gottesdienstvorlage 2024 für den Solidaritätsfonds für Mutter und Kind

Auf Empfehlung der Schweizer Bischofskonferenz geht der Erlös der Kollekte am zweiten Sonntag im Januar – 2024 ist es der 14. Januar – an den Solidaritätsfonds für Mutter und Kind. 

News

23. November 2023

Die Existenzsicherung wird schwieriger

Beim Blick auf die neue Krankenkassenprämie müssen fast alle zuerst einmal leer schlucken. Für viele Familien sind die Gesundheitskosten kaum mehr zu stemmen und sie wissen nicht, wie sie ihre Rechnungen bezahlen sollen.

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