Feministische Weihnachtsgeschichte(n)
Wie wäre es, wenn die biblische Weihnachtsgeschichte wieder neu erzählt wird – frisch, lebendig und feministisch? Genau das ermöglicht femXmas. Nach der positiven Resonanz im vergangenen Advent wird das ökumenische Projekt 2026 fortgesetzt. Vier Aufführungen in Wabern, Basel, Weinfelden und Biel/Bienne laden Jugendliche und Erwachsene dazu ein, die biblischen Weihnachtsgeschichten aus neuen, geschlechtersensiblen Perspektiven zu erleben. Jenseits traditioneller Rollenbilder, im Text verwurzelt und doch ganz im Heute. Erzählt wird in verschiedenen Mundarten und mit Kontrabass.
Weihnachtsgeschichte(n) mal anders
Die Weihnachtsgeschichte kennt man – zumindest in groben Zügen: Maria, eine junge Frau aus Nazareth, wird schwanger. Doch ist ihr Verlobter nicht der Vater? Die Zustände sind skandalös! Die Erzählerinnen von BibelErz stellen die Geschichten rund um die Geburt Jesu auf den Prüfstand. Sie holen Maria aus der Passivität und zeigen sie als selbstbewusste Frau. Ihr Körper trägt und erträgt ein neues Leben und die Vision einer neuen Welt. Auch Josef wird neu betrachtet: Welche Erwartungen werden an ihn gestellt? Wie geht er mit einer Situation um, die nicht in die gesellschaftlichen Vorstellungen seiner Zeit passt? Und was bedeutet es, Verantwortung neu zu denken?
Warum feministisch erzählen?
Feministische Theologien sind machtkritisch und geschlechtersensibel. Sie eröffnen neue Zugänge zu alten Geschichten. Die Weihnachtsgeschichte gehört zum kulturellen Gedächtnis. Gerade deshalb bietet sie die Möglichkeit, über Rollenbilder, Macht, Verletzlichkeit, Verantwortung und Hoffnung nachzudenken. Die Aufführung greift Fragen auf, die Menschen bis heute beschäftigen: Selbstbestimmung, Körper, Beziehungen, Gleichberechtigung, gesellschaftliche Erwartungen und den Mut, den eigenen Weg zu gehen. Das Publikum erlebt dabei, dass Frauen in biblischen Geschichten nicht nur passive Nebenfiguren sind – und dass auch Männer wie Josef traditionelle Erwartungen durchbrechen und Verantwortung neu verstehen können.
Raus aus den Kirchen – rein in die Kulturorte
2026 wird femXmas bewusst ausschliesslich an Kulturspielstätten aufgeführt. Damit möchten die Projektpartnerinnen die feministische Weihnachtsgeschichte über kirchliche Räume hinaus zugänglich machen. Angesprochen sind ausdrücklich auch Menschen, die sich kirchlichen Institutionen nicht verbunden fühlen, aber offen sind für kulturelle, gesellschaftliche und spirituelle Fragen. Die Aufführungen richten sich an Jugendliche und Erwachsene ab etwa 14 Jahren.
Spieldaten und Ticketinformationen 2026
- Samstag, 12. Dezember 2026: Heitere Fahne, Wabern (BE)
- Samstag, 19. Dezember 2026: Parterre One, Basel (BS)
- Sonntag, 20. Dezember 2026: Goldener Dachs, Weinfelden (TG)
- Dienstag, 22. Dezember 2026: Stadttheater Biel/Bienne (BE)
Ein besonderes Angebot für die Adventszeit
Seit 2026 stehen die feministisch erzählten Weihnachtsgeschichte(n) von BibelErz als Holangebot zur Verfügung. Besonders Vereine des Frauenbund Schweiz bieten sie eine wunderbare Möglichkeit, in der Adventszeit Neues auszuprobieren und unser Frau-Sein im Glauben zu stärken. Die Veranstaltungen in diesem Jahr sind also die perfekte Gelegenheit, femXmas schon jetzt zu erleben – als Kostprobe voller Tiefe, Wärme und spiritueller Kraft. Bei Verfügbarkeit können die Aufführungen von BibelErz kostenpflichtig gebucht werden und bereichern jede Adventszeit mit einer frischen, berührenden Perspektive auf die Weihnachtsgeschichte.
Was ist femXmas?
Fünf Erzählerinnen von BibelErz bringen Weihnachtsgeschichten auf die Bühne, wie man sie kennt, aber so noch nie gehört hat: poetisch, kraftvoll, feministisch frei erzählt, historisch fundiert aber überraschend aktuell. femXmas ist ein ökumenisches Projekt der christlichen Frauendachverbände femmes protestantes und Frauenbund Schweiz sowie des Vereins BibelErz.
Erzählerinnen
- Moni Egger (Thalwil): Ihre Sprache klingt nach Toggenburg, duftet nach Grün und Wind mit herb-hebräischer Note. Ihre Worte schmelzen wie Schnee – aber nicht in der Hand, sondern im Herz.
- Regula Gerber (Bern): Kraftvoll entsteht ein Dialog zwischen feingestimmter Klanglichkeit und starken Rhythmen. Zu hören sind vielseitige Klangregister von Stimme und Kontrabass.
- Barbara Luchs (Oppligen): In Barbaras Haslitiitsch klingt jede Geschichte genauso lebendig, wie sie ist. Direkt und humorvoll offenbart sie das Menscheln der Figuren.
- Marie-Theres Rogger (Emmen): Erzählt in Luzerner Mundart – stets getragen vom Rhythmus und Klang der Worte – gewürzt mit charmantem Schalk.
- Katja Wissmiller (Luzern): Erzählt mit teutonischen Wurzeln salopp präzis mit Hang zur Slam-Poesie.
Anlass bewerben
Die Visuals für die Bewerbung der Veranstaltungen stellen wir interessierten Vereinen, Pfarreien und Medienverantwortlichen in einem Google-Drive-Ordner hier zur Verfügung. Interessierte können aus drei Motiven auswählen und das Motiv verwenden, das Ihnen am besten gefällt. Die Visuals liegen in verschiedenen Formaten vor – passend für Website, Newsletter und die gängigsten Social-Media-Plattformen. Die Nutzung ist kostenlos.