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News 27.04.2026 | Frauennetzwerk – Not – Solidaritätfonds

Schritt für Schritt für Mütter in Not

Wenn Frauen gemeinsam unterwegs sind, entsteht etwas Besonderes. Am Luzerner Stadtlauf vom 25. April wurde diese gelebte Solidarität auf berührende Weise sichtbar. Bei strahlendem Wetter und bester Stimmung strömten Menschen durch die Stadt. Mittendrin waren Frauen aus Frauengemeinschaften des Frauenbund Schweiz, die mit viel Herz, Energie und Überzeugung ein Zeichen für Mütter in Not setzten und für unseren Solidaritätsfonds für Mutter und Kind an den Start gingen.

Läuferinnen der Frauengemeinschaften Aadorf, Entlebuch und Kleinwangen-Lieli sowie vom Frauenbund Vorstand und Geschäftsstelle.

Ein gemeinsamer Start voller Vorfreude

Ab 15.30 Uhr trafen sich die Teilnehmerinnen in der Geschäftsstelle am Kasernenplatz. Die Freude über das Wiedersehen war gross. Es wurde gelacht, erzählt und sich gegenseitig geholfen. T-Shirts wurden angezogen, Startnummern befestigt und letzte Vorbereitungen getroffen. Beim gemeinsamen Zvieri stärkten sich die Frauen und zugleich wuchs dieses spürbare Gefühl von Zusammenhalt.

Vereint machten sie sich auf den Weg Richtung Start und verteilten unterwegs Fruchtgummi-Herzen an Zuschauer:innen. Die kleinen Gesten sorgten für überraschte Blicke und viele herzliche Lächeln.

Laufen, anfeuern und sichtbar machen

In der Bahnhofstrasse stieg die Spannung. Die Läuferinnen wärmten ihre Muskeln unter kundiger Anleitung auf und feuerten sich gegenseitig an. Dann fiel der Startschuss. Die Läuferinnen gingen für den Solidaritätsfonds für Mutter und Kind,ins Rennen. Gleichzeitig standen weitere Frauen am Streckenrand, klatschten, riefen aufmunternde Worte und verteilten weiterhin Fruchtgummi-Herzen. Überall war spürbar, dass hier Frauen ein gemeinsames Anliegen tragen.

Drei Frauengemeinschaften engagierten sich, 25 Läuferinnen nahmen teil. Weitere fünf Frauen suchten das Gespräch mit Menschen entlang der Strecke und machten auf den Solidaritätsfonds für Mutter und Kind aufmerksam.

Ein Ziel, das verbindet

Auf dem Kapellplatz liefen die Läuferinnen ins Ziel ein und wurden mit Applaus empfangen. Freude, Stolz und Erleichterung spiegelten sich in ihren Gesichtern. Beim Gruppenfoto zeigte sich noch einmal, was diesen Tag geprägt hat: Zusammenhalt, Engagement und viel Herz. Danach kehrten viele Frauen zur Geschäftsstelle zurück, liessen den Tag gemeinsam ausklingen und nahmen die besondere Stimmung mit nach Hause.

50 Jahre Solidarität

Die Teilnahme am Stadtlauf ist eine von verschiedenen Aktionen im Jubiläumsjahr «50 Jahre Solidaritätsfonds für Mutter und Kind» des Frauenbund Schweiz. Ziel ist es, das gemeinsame Hilfswerk sichtbarer zu machen. «Wir wollen das Jubiläumsjahr nutzen, um unser Hilfswerk noch bekannter zu machen und die nötigen Mittel zur Unterstützung von armutsbetroffenen Frauen und Familien zu sammeln», sagt Liliane Parmiggiani vom Fundraising.

Seit der Gründung 1976 wurden über 30’000 Frauen und Familien mit rund 45 Millionen Franken unterstützt. Bis heute leistet der Solidaritätsfonds für Mutter und Kind schnell und unbürokratisch Hilfe, besonders rund um Schwangerschaft, Geburt und Kinderbetreuung. Die Unterstützung steht Müttern mit Kindern bis zehn Jahre offen, unabhängig von Zivilstand, Religion, Nationalität oder Aufenthaltsstatus.

Auch in der Schweiz gibt es Lücken im sozialen Netz, gerade im Bereich Mutterschaft und Familie. Alleinerziehende, Working-Poor-Familien und Eltern mit mehreren Kindern geraten besonders schnell in finanzielle Not. Genau hier setzt der Solidaritätsfonds an. Damit diese Hilfe möglich bleibt, ist er auf Spenden angewiesen.

Stimmen der Frauen

Was den Fonds trägt, wird in den Augen von Andrea Huber, die zusammen mit Liliane Parmiggiani die Jubiläumsaktivitäten organisiert, an diesem Tag besonders sichtbar: «Mich begeistert die Solidarität der vielen Frauen. Rund 90 Frauenvereine engagieren sich im Jubiläumsjahr und zeigen, was den Frauenbund Schweiz ausmacht.»

Corinne, seit März Präsidentin der Frauengemeinschaft Kleinwangen-Lieli, hat ihre Freude am Laufen erst vor Kurzem entdeckt. Nun verbindet sie dieses persönliche Engagement mit dem Einsatz für den Solidaritätsfonds. Für Deborah aus Kleinwangen ist der Einsatz sehr persönlich. Als alleinerziehende Mutter sagt sie: «Es ist mir wichtig, Mütter in schwierigen Situationen zu unterstützen.» Regina aus Entlebuch, die mit ihrer 10-jährigen Tochter am Stadtlauf teilnimmt, betont das Miteinander. «Gemeinsam mit anderen Frauen etwas Gutes tun», ist ihre Motivation. Auch die Frauengemeinschaft Aadorf engagiert sich mit viel Herzblut. «Unsere Präsidentin Antonia hat uns inspiriert», erzählen Tanja und Brigitte. Bereits im Januar feierten sie einen Gottesdienst zugunsten des Fonds, im Mai folgt eine Muttertagsaktion.

Ein gemeinsames Werk

Für Liliane Parmiggiani ist klar: «Es braucht den Solidaritätsfonds für Mutter und Kind nach wie vor und auch in Zukunft. Um seine Wirkung zu entfalten, ist das Hilfswerk weiterhin auf Spenden angewiesen.»

Der Fonds ist das gemeinsame Hilfswerk aller Frauen im Frauenbund Schweiz. Er lebt von ihrem Engagement, ihrer Aufmerksamkeit und ihrer Bereitschaft, füreinander einzustehen. Am Luzerner Stadtlauf wurde genau das sichtbar. Schritt für Schritt. Wir sagen DANKE!

 

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